Durch die Auswirkungen von Queerfeindlichkeit leiden queere Jugendliche besonders häufig an psychischen Problemen. Queere Jugendzentren und -gruppen bilden hier wichtige Schutzräume, um diese Folgen auszugleichen. Das Problem: Rund 30 % der queeren jungen Menschen leben abseits von Strukturen der queeren Jugendarbeit. Und auch wenn es queere Jugendangebote im Ort gibt, können oder wollen manche Jugendliche diese nicht besuchen. Zum Beispiel aus Angst, gesehen und ungewollt geoutet zu werden; Hemmschwellen wegen unsicheren Erwartungshaltungen; fehlende Barrierefreiheit.
lambda space soll als Angebot im digitalen Raum dabei helfen, diese strukturellen Lücken zu schließen. Das Ziel ist, dass alle queeren Jugendlichen Zugang zu einem Raum haben, in dem sie sich sicher & verstanden fühlen (“Safer Space”). Die Plattform bietet die Möglichkeit, sich anonym und barrierearm digital mit anderen queeren Jugendlichen zu vernetzen oder nach lokalen Ortsgruppen zu suchen. Darüber hinaus gibt es eine ausgewählte Liste von professionellen Beratungsangeboten, die jederzeit abgerufen werden kann.
Um die Sicherheit aller Nutzer:innen zu gewährleisten, wird das Portal durch ein ehrenamtliches Moderationsteam sowie eine eigens entwickelte Jugendschutz-KI moderiert. Die KI wird lokal betrieben und speichert und verarbeitet keine Daten.
lambda space ist ein gemeinnütziges Projekt des Jugendnetzwerks Lambda e.V. Seit 1990 ist das die bundesweite Selbstorganisation von und für queere junge Menschen. Weitere Informationen befinden sich in der Projekt-Broschüre. Das Portal kann kostenfrei und jederzeit abgerufen werden.