Bunt, ideenreich, zielstrebig: Die Projekte der zweiten Berliner Jugendjury

Nach der zweiten und letzten Vergabesitzung der diesjährigen Berliner Jugendjury gehen 14 weitere Projekte in die Förderung. Wir wünschen allen Projektgruppen viel Erfolg!

Bei der Berliner Jugendjury erhalten Jugendliche die Möglichkeit, ihre Projekte konkret zu realisieren. Sie bewerben sich mit ihren Vorschlägen und entscheiden selbst, welche Projekte mit wie viel Geld und Expert:innenhilfe unterstützt werden. In der zweiten Runde 2026 können nun 14 Projekte mit ihren Ideen durchstarten!

Wir gratulieren den folgenden geförderten Projekten und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung:

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 1.000 €
Förderhöhe: 900 €

Wir möchten im Mädchentreff Pohl 11 ein Kochprojekt von Mädchen* für Mädchen* umsetzen. Das Projekt richtet sich an Mädchen* und junge Frauen* zwischen 10 und 21 Jahren aus unserem Kiez. In diesem Zeitraum organisieren wir eine Kochgruppe, die sich mindestens zwei bis drei Mal im Monat trifft. Die Kochabende werden von uns gemeinsam geplant und mitgestaltet. Wir entscheiden gemeinsam, was gekocht wird, erstellen Einkaufslisten, gehen zusammen einkaufen, bereiten die Mahlzeiten zu und essen anschließend in der Gruppe. Die Treffen finden im Mädchentreff statt und nutzen die dortige Küche, die im Rahmen des Projekts wieder von uns nutzbar gemacht wird. So entsteht ein fester Ort, an dem wir uns regelmäßig treffen und gemeinsam aktiv sind.

Einmal im Monat findet ein besonderer Kochabend in Kooperation mit „ReDeMit – Kochen und Quatschen“ statt. Dabei kommt eine Honorarkraft in den Mädchentreff und kocht gemeinsam mit uns. Zusätzlich entstehen dabei Gesprächsrunden, die direkt aus der Gruppe heraus gestaltet werden. Während dem Projekt machen wir Fotos von unseren Kochabenden und sammeln Rezepte und halten fest, was wir gekocht und ausprobiert haben. Daraus entsteht ein gemeinsames Rezeptheft, das wir selbst gestalten. Zum Abschluss des Projekts organisieren wir ein gemeinsames Kochevent im Mädchentreff. Dazu laden wir Freund*innen, Familien und andere Jugendliche aus dem Kiez ein. Wir kochen gemeinsam, essen zusammen und zeigen, was im Laufe des Projekts entstanden ist.

Unser Ziel ist es, einen festen Raum zu schaffen, in dem wir als Mädchen* und junge Frauen* gemeinsam kochen, lernen und uns austauschen können. Dabei geht es uns nicht nur ums Essen, sondern um Selbstständigkeit, Gemeinschaft und darum, Themen aus unserem Alltag ernst zu nehmen. Wir möchten lernen, wie man einfache, gesunde und bezahlbare Mahlzeiten selbst plant und zubereitet. Dazu gehören Einkaufen, Umgang mit Geld, Planung von Mahlzeiten und der bewusste Umgang mit Lebensmitteln. Gleichzeitig wollen wir einen Raum haben, in dem wir über Dinge sprechen können, die uns beschäftigen oder auch belasten. Dazu gehören zum Beispiel Schule, Familie, Freundschaften, Erwartungen an uns als Mädchen oder Dinge, die uns im Alltag wütend machen oder unfair erscheinen. Diese Gespräche sollen nicht zufällig entstehen, sondern bewusst ihren Platz im Projekt haben.

Ein weiteres Ziel ist es, Verantwortung in einer Gruppe zu übernehmen und Schritt für Schritt eine Kochgruppe aufzubauen, die auch nach dem Projekt selbstständig weiterlaufen kann. Das erreichen wir durch regelmäßige Treffen, bei denen wir selbst entscheiden, was gekocht wird, Aufgaben verteilen und gemeinsam organisieren. Zusätzlich unterstützen die monatlichen Treffen mit „ReDeMit – Kochen und Quatschen“ den Austausch über unsere Themen. Von der Tafel werden wir voraussichtlich wöchentlich Lebensmittel für uns Projekt bekommen.

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg
Antragshöhe: 2.850 €
Förderhöhe: 2.770 €

Wir glauben daran, dass in unserer Generation ein großes künstlerisches Potenzial steckt, das nur darauf wartet, geweckt zu werden. Gerade in der heutigen Weltlage und und der politischen Situation ist es wichtiger denn je, den Kopf frei zu bekommen und Gedanken durch Musik auszudrücken. ​Das Problem ist, dass viele von uns Texte schreiben oder Beats Zuhause machen, aber keinen Ort haben, um das Ganze professionell aufzunehmen und mit der Welt zu teilen.

​Das wollen wir umbedingt ändern! Unser Plan ist ein gemeinsames Musikprojekt – ein Album von Schülern für Schüler. Wir wollen eine Plattform schaffen, die Barrieren abbaut. Dank eurer Förderung können wir das nötige Equipment und die Produktion realisieren, damit aus einer einfachen Idee ein echter Song wird. Wir sind selbst Musiker durch und durch und wollen gemeinsam mit euch zeigen, was unsere Generation bewegen kann, wenn man ihr die richtigen Mittel in die Hand gibt. Wir wollen alle Musiker*innen herzlich einladen, egal welches Instrument oder welches Genre er/sie  spielt.

Das Endziel ist es, eine Aktion zu starten, welche Menschen hilft, ihre musikalischen Ideen in fertige Produkte zu verwandeln. Wir wollen Menschen vernetzen und unterstützen und dadurch eine kreativere und aktivere Jugend fördern. Der Plan ist, Equipment wie Instrumente, Software und Räumlichkeiten bereitzustellen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Musikern zu verstärken, selbst wenn sich diese Leute noch gar nicht kennen. Die Musiker sind herzlich eingeladen die Instrumente, Software, Mikrofone und weitere essenzielle Mittel zu nutzen und damit ihre Musik zu produzieren.

Wir wollen, dass Musiker sich währenddessen connecten und auch nach unserer Aktion immer noch in Kontakt sind. Das Endergebnis soll ein großes Album sein mit allen Projekten, die während der Zeit erstellt wurden. Unser Ziel ist es, ein möglichst vielseitiges Album zu haben, welches viele verschiedene Genres und Musiker enthält, und dies anschließend auf Plattformen wie Spotify und Apple Music zu veröffentlichen, damit sich die Musiker das Album auch Jahre später noch anhören können.

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg
Antragshöhe: 2.700 €
Förderhöhe:  2.600 €

Mit unserem Projekt wollen wir die Fassade unserer Einrichtung mit Graffiti und Farben gestalten, damit unser Laden und unsere Angebote für Jugendliche sichtbarer werden. Viele Menschen laufen daran vorbei, ohne zu wissen, was dort gemacht wird. Durch die kreative Gestaltung wollen wir Aufmerksamkeit schaffen und zeigen, dass Jugendliche ihren Kiez positiv mitgestalten können. Außerdem bietet das Projekt Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu arbeiten und eigene Ideen legal umzusetzen.

Unsere Ziele:

  • Die Sichtbarkeit unserer Einrichtung im Kiez erhöhen
  • Mehr Jugendliche auf unsere Angebote aufmerksam machen
  • Die Fassade kreativer und einladender gestalten
  • Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Ideen einzubringen
  • Teamarbeit und gemeinsames Arbeiten stärken
  • Einen positiven und kreativen Beitrag für die Nachbarschaft leisten
  • Graffiti und Streetart legal und sinnvoll nutzen

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 2.770 €
Förderhöhe: 2.770 €

Unser Projekt: Hip-Hop Woche – Tanz, Kultur und Vielfalt, zielt darauf ab, einen Tanzraum komplett neu zu gestalten. Wir wollen einen professionellen Tanzboden einbauen, Spiegelwände anbringen und das Ambiente so anpassen, dass es zur Hip-Hop-Kultur passt. Dafür benötigen wir finanzielle Mittel. In dieser umgestalteten Halle bieten wir dann kostenlose Workshops mit internationalen Profi-Tänzern an, die die Teilnehmenden in die Welt des Hip-Hop-Tanzes einführen. Die ganze Woche steht im Zeichen von Hip-Hop: Wir lernen, tanzen, reflektieren über Vielfalt, Zusammenhalt und setzen ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Der Höhepunkt ist ein großes Battle am Ende, das die ganze Energie und Kreativität feiert. Alles ist kostenlos, und wir schaffen einen Raum, der junge Menschen inspiriert, ihre Talente zu verbessern und sich als Teil einer starken, vielfältigen Community zu fühlen. Wir wollen diese Hip Hop Woche, einmal im Herbst & im Winter durchführen

Unser Ziel mit der Hip-Hop-Woche ist es, Menschen zusammenzubringen und ihnen Hip-Hop und Bewegung näherzubringen. Wir gestalten den Tanzraum  in der Weinmeisterstraße neu, bieten kostenlose Profi-Workshops an und schaffen einen Raum für Kreativität. Das große Battle am Ende ist ein besonderes Erlebnis: Jeder kann mitmachen oder zuschauen. Es wird ein unvergesslicher Tag, der Menschen einlädt, sich auszuprobieren und sich in einem sicheren Space kreativ zu entfalten.

Aktionsraum: Lichtenberg
Antragshöhe: 2.945 €
Förderhöhe: 2.945 €

Im Sommer wollen wir zwei mal die Woche lernen, wie genau Demokratie funktioniert, was es für eine gute Demokratie braucht und wo ihre Schwächen liegen. Dann wollen wir uns ganz spezifisch das Deutsche Demokratie System angucken und uns mit den anstehenden Berliner Wahlen auseinandersetzten. Wir wollen uns die verschiedenen Wahlprogramme anschauen, sie vergleichen, besprechen und diskutieren und uns auch nochmal vergangene Wahlprogramme der gewählten Parteien anschauen, um zu gucken, wie viele ihrer Wahlversprechen eingehalten wurden.

Da wir in Lichtenberg wohnen und unser Projekt hier durchführen wollen, wollen wir auch argumentierfähig gegen rechtsextreme Parteien werden. Wir wollen uns mit unseren Mitmenschen und Familien über die Wahlen unterhalten können. Nur weil wir zum Teil zu jung sind, um zu wählen, sollten wir nicht vom Diskurs ausgeschlossen werden, denn uns betreffen die Wahlen enorm, wenn nicht sogar mit meisten.

In den Herbstferien wollen wir unsere eigenen Parteien erfinden, Wahlprogramme erstellen, Wahlkämpfe führen und dann anschließend Wahlen durchführen. Diese sollen tatsächliche Veränderungen in unserem Jugendclub haben und auch auf diesen Ausgerichtet werden. Wir wollen Demokratie verstehen und vor allem das System, welches hier in Deutschland so entscheidend für unser Leben ist. Wir wollen gesprächsfähig werden und Teil von Debatten sein, die uns so enorm beeinflussen. Und dann mit all unserem neuen Wissen wollen wir uns selber ausprobieren. Wir wollen wissen, wie es sich anfühlt auf einer kleinen Skala politische Verantwortung zu übernehmen und wie schwer es wirklich ist Wahlversprechen umzusetzten. Und da viele von uns aus Haushalten kommen, in denen nicht viel mit uns über Politik geredet wird und schon gar nicht wie sie funktioniert, wollen wir uns in einem Bereich bilden der uns ansonsten oft verschlossen bleibt.

Aktionsraum: Mitte/Neukölln
Antragshöhe: 1.000 €
Förderhöhe: 950 €

Wir wollen regelmäßig Graffiti Workshops im Wedding organisieren und den Jugendlichen ein kostenloses Freizeit Angebot zu ermöglichen und gemeinsam über aktuelle Themen zu sprechen. Wir haben bereits einen ersten Workshop veranstaltet der sehr erfolgreich war. Gemeinsam mit 10 Kindern und Jugendlichen aus dem Kiez haben wir zusammen “Wedding gegen Krieg” gesprüht und hatten viel Spaß dabei. Durch die Zusammenarbeit mit dem Soko 116 haben wir die Möglichkeit legal zu sprühen und über Bekannte haben wir die Möglichkeit mit einem professionellen Sprayer zusammenzuarbeiten.

Wir wollen Räume und Angebote schaffen in denen die Jugendlichen zusammenkommen können und gemeinsam Aktivitäten machen können ohne Geld ausgeben zu müssen. Das verbinden wir mit politischen Themen wie zum Beispiel Rassismus oder Armut. Als Jugendliche wollen wir gehört werden und legales Graffiti ist eine Möglichkeit seine eigenen Inhalte präsent zu machen. Wir wollen das Angebot perspektivische auch ausweiten und beispielsweise ein Fußballturnier organisieren um so verschiedene soziale Angebote zu schaffen. Wichtig ist es für uns alles mit politischer Bildung zu verknüpfen.

Aktionsraum: Charlottenburg-Wilmersdorf
Antragshöhe: 2.600 €
Förderhöhe: 2.500 €

In den Räumlichkeiten des Jugendclubs gibt es eine alte, kaputte und nicht mehr intakte Bar. Diese Bar wurde von einer Generation gebaut, die inzwischen zu alt für die Jugendarbeit ist und nicht mehr in der Arbeit vorkommt. Da wir inzwischen eine neue Generation an Jugendlichen sind, wollen wir die Bar umgestalten und auf einen neuen Stand bringen, da wir uns dort nicht mehr wohl fühlen. Wir wollen diesen Raum mehr zu unserm Raum machen.

Dazu haben wir uns mit einem älteren Freund getroffen, der Tischler ist und uns beraten hat. Gemeinsam wollen wir mit ihm und den anderen Jugendlichen in unserem alter, eine neue Bar nach unseren Bedürfnissen und mit unserem Design errichten. Mit dem Tischler wollen wir zusammen die neue Bar an einem Wochenende bauen, damit die Jugendlichen selbst an ihrem Raum arbeiten können, es aber zusätzlich professionell begleitet ist und wir sicherstellen können, dass wir ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Wir wollen einen schöneren Raum gestalten, der hygienischer ist und besser aussieht, sodass sich wieder mehr Menschen wohler fühlen.

Durch den Bau einer neuen Bar zusammen mit Anderen hoffen wir, dass wir auch den Zusammenhalt in unserem Jugendclub stärken können. Da wir häufig größere Partys feiern, wäre das für uns sehr wichtig, wenn die Bar besser aussieht. Zudem denken wir, dass mehr Leute sich engagieren wollen, wenn sie merken, dass bei uns etwas passiert und sie selbst mitarbeiten können und Projektideen umsetzen können. Bisher wurden bei der Bar Pressholzplatten benutzt. Wir wollen dieses mal die Bar aus besserem Holz bauen, damit wir auch eine Nachhaltigkeit in unserem Projekt haben und unser Bau länger hält und besser ist!

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 2.987,80 €
Förderhöhe: 2.987,80 €

Wir möchten im Förderjahr 2026 eine Selbstverteidigungs- und Kampfsport-Trainingsreihe für Jugendliche aus dem Kiez durchführen. Hauptzielgruppe sind junge Menschen von 15 bis 21 Jahren; junge Erwachsene bis 25 Jahre können als Mitorganisator*innen und Peer-Anleiter*innen unterstützen. Geplant sind ca. 12 offene Trainingseinheiten, die etwa alle zwei Wochen stattfinden, sowie eine abschließende gemeinsame Auswertung mit den Teilnehmenden. Das Projekt wird von unserer Jugendgruppe entwickelt, beworben und mitorganisiert. Roter Stern Berlin unterstützt uns bei der Raumnutzung und sportlichen Begleitung. Die Regeln für das Training, den Umgang miteinander erarbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden.

In den Trainingseinheiten werden grundlegende Selbstverteidigungstechniken, Kraft- und Ausdauerübungen sowie Übungen zu Haltung, Grenzen, Deeskalation und Teamwork vermittelt. Jede Einheit besteht aus Warm-up, Technikteil, praktischen Übungen, Partner*innenarbeit, Cool-down und kurzer Reflexionsrunde. Besonders wichtig sind Sicherheit, gegenseitiger Respekt und ein diskriminierungsarmer Raum. Abwertendes, rassistisches, sexistisches oder anderes ausgrenzendes Verhalten wird nicht toleriert.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist, dass Jugendliche selbst Verantwortung übernehmen können. Dazu gehören zum Beispiel Materialcheck, Begrüßung neuer Teilnehmenden, gemeinsame Absprachen zu Sicherheit und Awareness sowie kurze Reflexionsrunden nach dem Training. Dadurch geht es nicht nur um Sport, sondern auch um Beteiligung, Selbstorganisation und demokratisches Miteinander in der Gruppe.

Ausgangspunkt ist, dass es in unserem Bezirk so gut wie keine kostenlose und niedrigschwellige Kampfsport- und Selbstverteidigungsangebote gibt und viele Jugendliche sich reguläre Vereinsbeiträge nicht leisten können. Gleichzeitig wünschen sich viele junge Menschen einen sicheren Raum, in dem sie Körpergefühl, Selbstbewusstsein und solidarisches Miteinander stärken können. In kommerziellen Räumen ist das, auch aufgrund der Vielzahl an Mitgleidern und der fehlenden pädagoischen Betreuung, kaum möglich. Gleichzeitig soll unser Trainingsangebot den Platz und die Möglichkeit von interkulturellem Austausch leisten, um zumindest kurzfristig Communities zu verbinden und gegenseitige Achtsamkeit und Verständnis zu stärken. Nach erfolgreicher Umsetzung haben wir ca. 20–50 Jugendliche erreicht, mehrere kostenlose Trainings durchgeführt, ein gemeinsames Regel- und Sicherheitskonzept erstellt und die Erfahrungen dokumentiert.
Unser Motto: miteinander stärker werden – im Training und im Kiez.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 2.600 €
Förderhöhe: 2.490 €

Die Gewalt gegen Frauen steigt immer weiter, besonders betroffen davon sind junge Frauen, vor Allem in der Großstadt. Sie beinhaltet viele Aspekte, ob online, auf der Straße oder zu Hause. Ein großer Teil des Problems ist, dass Mädchen und junge Frauen total alleine damit sind. Wir wollen also junge Frauen zusammenbringen, Selbstverteidigungsworkshops und ein Camp anbieten, aber auch inhaltliche Workshops über Sexismus, mentale Selbstverteidigung und Schutz online bieten.

Wir wollen junge Frauen bemächtigen ihre Leben selbstbestimmter und sicherer leben zu können und auch, ihr Wissen weiterzugeben und sich mit anderen Frauen und Mädchen zusammentun. Unser Projekt soll ein Sprungbrett sein für Frauen, um mehr darüber nachzudenken was es bedeutet in dieser Gesellschaft als Frau aufzuwachsen und darin handlungsmächtig zu werden.

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg
Antragshöhe: 900 €
Förderhöhe: 900 €

„Stark und Sicher durch Berlin“ ist ein Projekt, das sich an queere und FLINTA*-Personen richtet. Dabei handelt es sich um einen Selbstverteidigungskurs mit Gewaltprävention für Personen, die bereits Opfer sexualisierter Gewalt, Frauenfeindlichkeit oder Queerfeindlichkeit geworden sind oder Angst davor haben.

Der Kurs richtet sich bewusst ausschließlich an queere und FLINTA*-Personen, um einen geschützten und solidarischen Raum (Safe Space) zu schaffen. Hintergrund ist, dass sexualisierte, frauenfeindliche und queerfeindliche Gewalt sowie diskriminierende Aussagen und alltägliche Belästigungen gesellschaftlich überwiegend von cis-heterosexuellen Männern ausgehen. Queere und FLINTA*-Personen sind regelmäßig von sexistischer, patriarchaler und queerfeindlicher Gewalt betroffen – sowohl körperlich als auch verbal. Dazu gehören unter anderem sexualisierte Übergriffe, Catcalling, abwertende Kommentare, Einschüchterung und Diskriminierung im öffentlichen Raum.

Für viele Betroffene ist ein Raum ohne die statistisch häufigste Tätergruppe eine notwendige Voraussetzung, um sich sicher zu fühlen, offen über Erfahrungen sprechen zu können und Selbstvertrauen aufzubauen. Das Projekt versteht Selbstverteidigung deshalb nicht nur als körperliches Training, sondern auch als Empowerment gegen patriarchale und queerfeindliche Gewaltstrukturen.

Das Projekt soll zunächst als Pilotprojekt an der Sophie-Scholl-Schule stattfinden. Die Kurse werden in Kooperation mit der Boxfabrik Lurich des SC Lurich 02 e. V. Berlin durchgeführt und von der hoch-qualifizierten Trainerin Valerie Banik geleitet. Geplant sind insgesamt 10 Termine im Zeitraum vom 1. September bis zum 30. November, jeweils mittwochs. In der Woche vor den Herbstferien sowie während der Herbstferien finden keine Termine statt, da in dieser Zeit viele Teilnehmende verreist oder anderweitig verhindert sind.

Das Projekt „Stark und Sicher durch Berlin“ bietet einen praxisnahen Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionskurs für queere und FLINTA*-Personen an. Ziel ist es, Teilnehmende in ihrem Sicherheitsgefühl, ihrer Handlungsfähigkeit und ihrem Selbstvertrauen zu stärken – körperlich, verbal und mental. Dies wird erreicht durch realistische Übungen und Rollenspiele zu:

  1. Physischen Selbstverteidigungsfähigkeiten
  2. Verbale Deeskalation und Grenzsetzung
  3. Situationswahrnehmung und Risikoeinschätzung
  4. Unterstützungskompetenzen und Solidarität im Gruppen-Kontext

Das Projekt widmet sich einem wichtigen gesellschaftlichen Thema: der alltäglichen Gewalt und Belästigung, von der queere und FLINTA*-Personen besonders betroffen sind. Es sensibilisiert Teilnehmende und Beteiligte für diese Problematik und fördert solidarisches Handeln. Bei einem gutem Verlauf soll das Pilotprojekt an weiteren Schulen etabliert werden und so für eine breitere Unterstützung und Bewusstsein für das Thema sorgen.

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 2.998 €
Förderhöhe: 2.688 €

Wir wollen einen regelmäßigen, wöchentlich stattfindenden Selbstbehauptungs / Selbstverteidigungs / Krav Maga Kurs für Jugendliche organisieren. Dafür brauchen wir die passende Schutzausrüstung, Matten und Honorargelder für Trainer*innen. Das Training kann den Räumen oder im Außenbereich des Jugendclubs “Kirche von Unten” (KVU) stattfinden, die wir kostenfrei nutzen dürfen.

Unser Projekt verfolgt das Ziel, junge Menschen – insbesondere Mädchen und junge Frauen – in ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Sicherheitsgefühl zu stärken. Viele Jugendliche erleben im Alltag Grenzüberschreitungen, unangenehme Situationen oder fühlen sich unsicher, wissen aber oft nicht, wie sie reagieren können. Mit einem Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs möchten wir ihnen praktische Werkzeuge an die Hand geben, um selbstbewusst aufzutreten, eigene Grenzen wahrzunehmen und diese klar zu kommunizieren. Dabei geht es nicht nur um körperliche Selbstverteidigung, sondern auch um mentale Stärke, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit Konfliktsituationen. Die Teilnehmenden sollen lernen, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, deeskalierend zu handeln und sich im Ernstfall verteidigen zu können.

Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir gemeinsam mit erfahrenen Trainer*innen einen niedrigschwelligen Kurs organisieren, der für Jugendliche offen und kostenlos zugänglich ist. Durch praktische Übungen, Gespräche und gemeinsames Lernen schaffen wir einen geschützten Raum, in dem sich die Teilnehmenden ausprobieren und stärken können. Langfristig möchten wir damit mehr Selbstvertrauen, Solidarität und Sicherheit im Alltag fördern.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 2.950 €
Förderhöhe: 2.750 €

Wir möchten ein künstlerisches Projekt umsetzen, bei dem wir als junge Menschen mit anderen Schülern, Azubis und jungen Erwachsenen Eindrücke, Diskussionen und Gefühle zum Thema Zukunft, Krieg und Krise in Bild, kreativer Kunst und Video entwickeln können. Alle die mitmachen entwickeln ihre Kunstwerke gemeinsam mit uns und werden dabei begleitet, ihre Ideen, Emotionen und persönlichen Perspektiven in verschiedenen Medien umzusetzen. Wir wollen Räume schaffen in denen in den Austausch gegangen, experimentiert und gemeinsam gelernt werden kann. Wir organisieren mehrere Treffen, in denen Techniken ausprobiert und Konzepte entwickelt werden. Dabei können die Teilnehmenden sowohl eigenständig als auch in Gruppen arbeiten. Am Ende des Projekts sollen die entstandenen Werke ausgestellt werden – ja nach Möglichkeit kurz oder länger oder gemeinsam oder zusammen. Durch das Projekt erfahren die Teilnehmenden, wie ihre Gedanken und Gefühle in Kunst umgesetzt werden können und wie kreative Arbeit dabei hilft, sich mit Themen ausseinanderzusetzen. Es entsteht am Ende eine Ausstellung im öffentlichen Raum.

Mit diesem Projekt möchten wir anderen jungen Menschen und uns selbst die Möglichkeit geben, unsere Gedanken, Sorgen und Hoffnungen zu Zukunft, Krieg und Krisen erstmal bewusst zu denken und dann künstlerisch auszudrücken. Ich möchte, dass wir unseren Sorgen bewusst begegnen, indem wir über die Nöte und Ängste reden, in unterschiedlichen Kunstformen verarbeiten und dabei unsere Fähigkeiten entdecken und stärken. Dafür wollen wir als erstes andere junge Menschen erreichen, indem wir Sticker und Flyer designen und verteilen und unsere Umfelder in Freundeskreisen, Schule, Arbeit und Vereinen ansprechen. Mit denen werden wir dann die ersten Treffen machen in denen wir über die Themen unserer Zukunft sprechen und überlegen, wie man sie künstlerisch ausdrücken kann. Im letzten Schritt werden wir diese Ideen umsetzen, wobei es schon jetzt Interesse an Graffiti und Videokunst gab.

Diese Kunst soll dann den öffentlichen Raum prägen und im Stadtbild sichtbar sein. Dadurch findet eine gemeinsame und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema der eigenen Ängste statt, die in Kunst ihren Ausdruck findet.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 2.860 €

Wir wollen mit unserem Verlag Werke von jungen Künstler:innen in und aus Berlin an die Öffentlichkeit bringen. Dafür möchten wir:

  1. Texte von jungen Schreibenden durch einen “Open Call” sammeln und zu einer Anthologie fassen. Anschliesend möchten wir eine Lesung veranstallten um die Texte zu präsentieren und das gebundene Buch zu verkaufen.
  2. Ein Offenes “Filmfesitval” veranstallten wo unter freiem Himmel Filme junger Regiseur:innen gezeigt werden.

Jedes Kunstwerk ist ein Attentat. Wir publizieren Attentate. Attentate auf die herrschende Meinung, auf bestehende Paradigmen, auf die Großhirnrinde. Wir stören, um Bewusstsein aufzubauen. Kunst machen entspricht auch der menschlichen Natur. Menschen sind kreativ. Alles, was wir tun, soll dieser Kreativität dienen und der Kunst die Entfaltung ihrer maximalen Wirkung ermöglichen, nicht mehr, nicht weniger. Unsere Kreativität kombiniert sich mit der des Werkes und erhöht so beide. Dabei richten wir uns primär an junge Menschen in und aus Berlin. Wir sind eine offene Gruppe. Jede:r darf sich vorstellen, mitarbeiten, helfen, publizieren. Wir wollen Werke an die Öffentlichkeit bringen. Deswegen arbeiten wir mit der offenen Creative Commons Lizenz. So steht die Kunst allen Menschen zur Verfügung. Nur für die gedruckten Kopien verlangen wir Geld. Keine Attentate aufs Klima. Infos zur Nachhaltigkeit gibt es unter den jeweiligen Publikationen.
Außerdem: Keine Hetze, keine Diskriminierung. Kein Scheiß.
Daher drücken wir auch unsere Solidarität mit dem Bündnis Verlage gegen Rechts aus und haben ihre Liste der Unterstützer:innen unterzeichnet.

Aktionsraum: Steglitz-Zehlendorf
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 2.950 €

Als jugendBEIRAT der Stiftung (ca. 18 aktive Mitglieder) sind wir das jugendliche Sprachrohr der Seminarteilnehmer*innen und beteiligen uns aktiv an der Weiterentwicklung der Stiftung. Neben regelmäßigen Treffen mit dem pädagogischen Team verfügen wir zudem über 2 Plätze im Kuratorium, um dort auf höchster Ebene mitentscheiden und mitgestalten zu können.

Unsere sommerBÜHNE 2026 ist eins von zwei jährlich stattfindenden Open-Stage Events (das andere im Winter), welche wir komplett kostenlos für Jugendliche und junge Erwachsene von 11-27 Jahren durchführen. Auf der für die Events zentralen Open-Stage sind alle Personen willkommen, die etwas präsentieren wollen – sei es Poetry Slam, Tanz, Schauspiel, eine Videovorführung, Theater, ein musikalischer Act oder etwas ganz anderes. Neben der Bühne gibt es immer auch diverse Aktionsstände (Outdoor-Aktivitäten, Kinderschminken, Maltisch…) und ein kostenloses Angebot an Getränken und vegetarischem/veganem Essen. Erfahrungsgemäß wird das Event sehr gut angenommen und lockt bis zu 300 Teilnehmer*innen an. In den vergangenen Jahren wurde die Veranstaltung durch die Stiftung wannseeFORUM über Teilnehmertage aus der Grundförderung des Landes Berlin finanziell unterstützt. Nun wurde uns diese Finanzierung aberkannt und wir sind auf  andere Töpfe angewiesen, um die sommerBÜHNE genauso groß und bunt wie in den letzten Jahren zu gestalten. Im vergangenen Jahr haben wir eine Trailerbühne für über 1000€ gemietet, jedoch möchten wir jetzt eine nachhaltige Alternative erschaffen: dafür benötigen wir zusätzliche Bühnenelemente wie Geländer, Treppe, Tanzboden, um auch für die nächsen jahre kostengünstig und nachhaltig eine Bühne zu sichern.

Wie schon im letzten Jahr verfolgt die sommerBÜHNE das Ziel, jungen Menschen eine offene Bühne zu bieten. Wir wollen insbesondere Menschen, die sonst wenig Möglichkeiten haben, auf einer Bühne aufzutreten, dabei helfen, sich und ihre Leidenschaften vor breitem Publikum zu entfalten und zu präsentieren. Damit erhoffen wir uns, Jugendliche zu empowern und ganz im Stile des jugendBEIRATs nachhaltig zur Partizipation zu ermutigen.

Jedes Jahr bringt uns die sommerBÜHNE als Herzensprojekt näher zusammen, bei welchem wir schöne Sommererinnerungen schaffen. Das Event, welches von Jugendlichen für Jugendliche organisiert wird, wird jedes Jahr beliebter, weswegen wir es auch nachhaltig immer verbessern wollen. Auch mit weiteren Mitgliedern, die durch das Event erreicht werden, können weitere Projekte verwirklicht werden.