Die erste Berliner JugendJury in 2026 hat stattgefunden!

Nach der ersten Berliner Jugendjury dieses Jahres nehmen 21 Projektgruppen ihre Arbeit auf. Die insgesamt vergebenen rund 56.500 € verteilen sich auf die Gestaltung von FLINTA*- und MINTA*-Räumen, Demokratiefahrten und Nachhaltigkeitsprojekte. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg!

Bei der Berliner Jugendjury erhalten Jugendliche die Möglichkeit, ihre Projekte konkret zu realisieren. Sie bewerben sich mit ihren Vorschlägen und entscheiden selbst, welche Projekte mit wie viel Geld und Expert:innenhilfe unterstützt werden. In der ersten Runde 2026 können nun 21 Projekte mit ihren Ideen durchstarten!

Wir gratulieren den folgenden geförderten Projekten und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung:

© Jugenddemokratiefonds

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 1.970 €
Förderhöhe: 1.970 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Mit dem Projekt „Kompass für Zusammenhalt“ wollen wir eine Kooperation/Kollaboration zwischen den Pfadfinder:innen und der Tafel Jugend starten. Konkret wollen wir auf dem Bundeslager der Pfadfinder:innen auf die Arbeit der Tafel Jugend aufmerksam machen und einen selbst entwickelten Leitfaden für lokale Kooperationen zwischen Pfadfinder:innen und Tafeln herausgeben.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Tafel Jugend Deutschland sichtbarer zu machen, junge Menschen für soziales Engagement zu begeistern und lokale Kooperationen zwischen Tafeln und Pfadfinder:innenstämmen anzustoßen. Durch die Präsenz auf dem Bundeslager sollen Jugendliche niedrigschwellig erfahren, wie sie sich im Rahmen ihrer Pfadfinder:innen-Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr soziale Teilhabe einsetzen können.

Aktionsraum: Lichtenberg
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir möchten einen Kurzfilm starten, der sich mit dem Alltag von Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren beschäftigt. Der Film zeigt wie stark Handys und soziale Medien unser Leben beeinflussen und wie sich das auf Gefühle Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen auswirkt.

Der Kurzfilm wird aus der Perspektive unserer Generation erzählt und soll ehrlich und nahbar sein. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist Musik die innere Gedanken und Gefühle der Figuren ausdrückt die oft nicht ausgesprochen werden können. Unser Ziel ist es einen Film zu machen, der zum Nachdenken anregt und zeigt, wie sich unsere Generation bessern kann.

Wir wollen einen kurzen Film von ungefähr 20 Minuten machen, der auf eine lustige und kinderfreundliche Art zeigt, dass zu viel Zeit am Handy manchmal nicht so gut ist. Dabei geht es nicht darum, Handys schlecht zu machen, sondern zu zeigen, dass echte Erlebnisse Freunde und Spaß außerhalb des Bildschirms wichtig sind.

Für den Film arbeiten wir mit Jugendlichen als Schauspieler:innen, die typische Situationen aus dem Alltag übertrieben und witzig darstellen. Musik und einfache Schauspielerein helfen dabei, die Szenen spannend und verständlich zu machen. Wir möchten auch viele andere Kinder und Jugendliche motivieren mitzumachen; entweder vor oder hinter der Kamera, damit wir gemeinsam etwas Kreatives schaffen das viele Menschen erreichen kann.

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg
Antragshöhe: 2.510 €
Förderhöhe: 2.510 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Für unser Projekt haben wir uns überlegt, ein Album zu komponieren, das nicht nur musikalisch vielfältig ist, sondern auch eine klare inhaltliche Aussage transportiert. Hierbei soll das Album etwa 10 Songs beinhalten, jeweils von möglichst unterschiedlicher Länge. Seitdem wir Musikrichtungen wie Punk oder Psychedelic Rock der 60er Jahre entdeckt haben, ist uns eine politische Botschaft in Form von Musik sehr wichtig geworden. Diese Musik hat gezeigt, dass Kunst nicht nur Unterhaltung ist, sondern auch Haltung ausdrücken, Widerstand leisten und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen kann.

Wir wollen genreübergreifend Lieder komponieren und Elemente aus Reggae, Rock, Funk sowie Techno einbauen, ebenso wie Einflüsse aus verschiedenen generationenübergreifenden Musikbewegungen. Gerade diese Bewegungen finden wir besonders spannend, da sie ganze Generationen geprägt und einen starken Einfluss auf die öffentliche Meinung gehabt haben. Musik war lange ein zentraler Bestandteil politischer Debatten und sozialer Bewegungen. In den letzten Jahrzehnten hat diese Bedeutung jedoch stark nachgelassen und wirtschaftlichen Interessen Platz gemacht. Das spiegelt sich auch in der Musikkultur an unserer Schule wider: Immer weniger Menschen spielen ein Instrument, Bands entstehen kaum, Konzerte sind selten und es fehlt an einer gemeinsamen Musikidentität.

Mit unserem Album wollen wir dem entgegenwirken und eine politische Botschaft vermitteln, die sowohl direkt als auch subtil funktioniert. Um möglichst viele Menschen, besonders in unserem Umfeld, zu erreichen und zu ermutigen, möchten wir auf vielen Songs mit Mitschülern oder Bekannten zusammenarbeiten. Dabei ist es egal, wie viel Erfahrung jemand hat, wichtig ist allein die Begeisterung für Musik. Wir erhoffen uns, diesen Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich durch Kunst politisch auszudrücken, neue Erfahrungen zu sammeln und vielleicht langfristig selbst aktiv zu bleiben. Um diese Personen auf unser Projekt aufmerksam zu machen haben wir bereits angefangen alle Personen in unserem Bekanntenkreis zu Fragen. Darüber hinaus wollen wir noch Flyer in unserer und potenziell anderen Schulen aufhängen, falls sich durch Ansprechen nicht genug Leute zusammenfinden.

Die politische Botschaft, welche wir überbringen wollen, ist eine ganz klare Position gegen den Rechtsdruck in Deutschland und Europa. Wir wollen Menschen vereinen und verhindern, dass sich durch Populismus Xenophobie verbreitet. Gerade durch den Abbau der Brandmauer wird der Rechtsextremismus in Deutschland immer mehr zur Normalität, weshalb immer weniger Menschen hinterfragen was es eigentlich bedeutet in keinem demokratischen Staat zu leben. Da wir unseren Beitrag zum Schutz unser Werten und hartem Kampf gegen rechts für unsere aber auch zukünftige Generationen erhalten wollen, haben wir uns für dieses Projekt entschlossen.

Das Ziel unseres Projekts ist es, die politische Kraft der Musik wieder sichtbarer zu machen und Menschen durch Kunst zum Nachdenken anzuregen. Gleichzeitig soll das Projekt inspirieren, neue Musikrichtungen und künstlerische Ausdrucksformen kennenzulernen.

Aktionsraum: Lichtenberg
Antragshöhe: 2.210 €
Förderhöhe: 2.150 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir veranstalten ein Fußballturnier für Kinder und Jugendliche. Es gibt fünf Teams mit jeweils sechs Spieler:innen. Jedes Team spielt unter dem Namen einer Nationalmannschaft wie Frankreich, Deutschland oder Brasilien. Die Anmeldung für das Turnier erfolgt online über Social Media, dort können die Teilnehmenden auswählen, in welchem Team sie spielen möchten.

Am Turniertag treffen sich alle Spieler:innen in der Halle zum Check-in. Dort bekommen sie ihre Trikots, Wasser und eine kurze Erklärung zu den Regeln und zum Fairplay. Danach beginnt das Turnier. Die Teams spielen mehrere Spiele gegeneinander. Für jedes Spiel gibt es Punkte, und die Ergebnisse werden in einer Tabelle festgehalten. Das Team mit den meisten Siegen am Ende gewinnt das Turnier.

Während des Turniers gibt es Pausen, damit die Spieler:innen sich ausruhen und etwas essen oder trinken können. Ein Essen- und Getränkestand steht für alle Teilnehmenden und Zuschauenden bereit. Alle Spiele werden fair gespielt, und die Schiedsrichter:innen achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden.

Am Ende findet die Siegerehrung statt. Das Gewinnerteam bekommt Pokale, Medaillen und Urkunden. Auch die anderen Teams erhalten eine Anerkennung für ihre Teilnahme, damit jede:r für seine Leistung gelobt wird. Danach werden Fotos und Videos auf Social Media geteilt, und die Teilnehmende können Feedback geben, damit zukünftige Turniere noch besser werden.

Dieses Turnier soll den Kindern und Jugendlichen Spaß machen, den Teamgeist stärken und neue Freundschaften ermöglichen.

Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche zusammenzubringen, den Teamgeist zu stärken und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten.Durch das Fußballturnier sollen Fairplay, Respekt, Gemeinschaft und Spaß am Sport gefördert werden. Außerdem sollen neue Freundschaften entstehen – auch zwischen Menschen, die sich vorher nicht kannten. Erreichen wollen wir dieses Ziel, indem wir ein offenes und gut organisiertes Fußballturnier veranstalten. Es gibt verschiedene Teams mit Trikots, klare Regeln und einen fairen Ablauf.Alle Teilnehmenden werden gleich behandelt, angefeuert und motiviert.

Durch gemeinsames Spielen, Teamarbeit und gegenseitigen Respekt lernen die Kinder und Jugendlichen, wie wichtig Zusammenhalt und Fairness sind.

Aktionsraum: Lichtenberg
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 2.850 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir möchten den offenen Bereich der JFE eastside umgestalten und renovieren.

Wir möchten einen Wohlfühlraum für uns und andere Besucher:innen schaffen, wobei die Jugendlichen und Kinder selbst daran teilnehmen\haben, um sich  besser mit den Raum zu Identifizieren. So soll der Raum für aktuelle und neue Besucher:innen attraktiv werden.

Ablauf:

  • Konkrete Raumplanung und Absprachen (Wer macht was?)
  • Recherche von Möbeln, Ausstattung und Material
  • gemeinsames ausmisten und Vorbereitung zum streichen
  • Streichaktion und Aufbau der neuen Möbel
  • Eröffnungsfeier

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Neukölln
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Freiluftboxen für Jugendliche in geschwächten Bezirken. Wir wollen es Jugendlichen ohne viel Geld und Vorerfahrung ermöglichen, an einem sportlichen Austausch teilzunehmen. Als geeignet dafür sehen wir das Boxen, da man dort Koordination, Kraft, Kondition sowie ein enges Kennenlernen von neuen Menschen kombiniert. Beim gemeinsam Sport machen geht es um mehr als nur Fitness. Man stärkt das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt durch ein Kennenlernen von Menschen aus anderen Lebenslagen und Situationen. Den Zusammenhalt über das Training hinaus wollen wir bei gemeinsamem Essen und Trinken nach den Trainings stärken.

Kampfsport ist ein stark männerdominiertes Feld, doch das wollen wir ändern. Wir wollen junge Frauen* und queere Jugendliche gezielt unterstützen und im gemeinsamen Training diese Vorurteile abbauen.

Grade Kampfsportangebote sind in Berlin häufig sehr teuer und Equipment muss meist selbst besorgt werden. Das ist für viele Jugendliche nicht bezahlbar. Dafür wollen wir eine Alternative bieten Jugendliche unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund einbinden.

Wir wollen Jugendliche abholen, die finanziell und gesellschaftlich ausgeschlossen sind und diesen die Möglichkeit bieten durch das Boxen neue Menschen kennen zu lernen und sich selber zu körperlich zu ertüchtigen.

Das erreichen wir durch ein regelmäßiges Training im Freien für Jugendliche in verschiedenen Bezirken. Bei mehrfacher Teilnahme wird so auch der Austausch über das gewohnte Umfeld erreicht. Wir wollen in safer Spaces entweder über ein dezidiertes Training, oder eine eigene Gruppe bei den Trainings das Selbstbewusstsein von Frauen* und queeren Personen stärken.

Wir haben schon Kontakt zu erfahrenen Trainer:innen aus etablierten Vereinen, die Erfahrung mit dem Training für Jugendliche und gesellschaftliche Minderheiten haben und Lust auf das Projekt hätten.

Aktionsraum: Tempelhof-Schöneberg
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 2.950 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir möchten eine offene, Näh- und Siebdruckwerkstatt für Jugendliche und junge Menschen aufbauen, die langfristig auch berlinweit offen ist. Die Werkstatt soll ein Ort für kreativen Austausch, gemeinschaftliches Arbeiten, Selbstwirksamkeit und nachhaltiges Gestalten sein.

Zum Start des Projekts organisieren wir mehrere kostenfreie Workshops (Nähen, Siebdruck und ein gemeinsamer Abschlusstermin), die als Einstieg, Vernetzung und Aufbauphase dienen. Perspektivisch soll sich aus dem Projekt ein selbstorganisiertes Kollektiv entwickeln, das die Werkstatt weiterführt und regelmäßig offene Angebote ermöglicht.

Die Zielgruppe wird über eine Kombination aus direkter Ansprache im Kiez, wie auch Berlin weit , bestehenden Netzwerken und Sozialmedia erreicht. Wir wollen uns mit Schulen, Jugendzentren und selbstorganisierten Projekten im Stadtteil zusammen tun und sprechen Jugendliche dort an, wo sie sich ohnehin aufhalten.

Zusätzlich nutzen wir soziale Medien, Messenger-Gruppen und persönliche Kontakte, um die Workshops niedrigschwellig zu bewerben. Plakate und Flyer im Kiez, sowie Mund-zu-Mund-Propaganda spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Besonderer Wert wird auf eine offene, einladende Ansprache gelegt: Die Workshops sind kostenfrei,  und ohne Vorerfahrung zugänglich. Durch das Format „Café & Kuchen“ sowie die offene Werkstattatmosphäre wird ein sicherer, sozialer Raum geschaffen, der auch Jugendliche erreicht, die sonst wenig Zugang zu kulturellen oder kreativen Angeboten haben. Uns ist wichtig in Schöneberg einen Begegnungs-Raum zu schaffen ohne Drogen.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 2.800 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Offside Berlin ist ein Musik- und Kulturprojekt, das den öffentlichen Raum bewusst als offenen Begegnungsort nutzt. Geplant sind 4–6 kostenlose Open-Air-Veranstaltungen in Berlin, die im Silent-Disco-Format stattfinden. Pro Event werden bis zu 100 Teilnehmende erwartet. Menschen können dort gemeinsam Musik erleben, tanzen und sich begegnen – ohne Eintrittsbarrieren, Dresscodes oder Zugangsbeschränkungen. Die Veranstaltungen sind niedrigschwellig, inklusiv und für ein diverses Publikum zugänglich. Musikalisch liegt der Fokus auf Pop, House, Hip-Hop und Afrobeats, gespielt von einem vielfältigen Line-up aus Berliner DJs sowie Nachwuchskünstler:innen. Die Events finden auf temporär genutzten Freiflächen, in Parks oder anderen öffentlichen Orten in verschiedenen Berliner Bezirken statt und verbinden Musik, Gemeinschaft und kulturelle Teilhabe.Offside Berlin richtet sich insbesondere an Menschen, die sich von klassischen Club- und Nachtkulturstrukturen ausgeschlossen fühlen. Durch die bewusste Verlagerung kultureller Angebote in den öffentlichen Raum schafft das Projekt offene, sichere und gemeinschaftliche Erlebnisse. Der Ankauf eigener Silent-Disco-Kopfhörer ermöglicht es, das Format über den Förderzeitraum hinaus weiterzuführen, unabhängig von kommerziellen Anbietern oder Mietkosten, und dauerhaft im Berliner Stadtraum zu verankern.

Ziel des Projekts ist es, kulturelle Teilhabe zu stärken und den öffentlichen Raum als inklusiven Ort für Musik, Begegnung und Gemeinschaft zu aktivieren. Offside Berlin fördert soziale Teilhabe, Empowerment und Selbstwirksamkeit, indem Menschen unabhängig von Herkunft, finanziellen Möglichkeiten oder Szenekenntnissen Zugang zu kulturellen Erlebnissen erhalten.

Mit der Förderung sollen die geplanten 4–6 niedrigschwelligen Silent-Disco-Veranstaltungen im öffentlichen Raum umgesetzt werden. Das gewählte Format ermöglicht gemeinschaftliche Tanzerlebnisse ohne kommerzielle Hürden, Türselektion oder Konsumzwang und macht urbane Musikkultur für neue Zielgruppen sichtbar und erlebbar.

Durch ein diverses DJ-Line-up, Awareness-Strukturen und die aktive Einbindung der Community entsteht ein respektvoller, sicherer und solidarischer Raum. Gleichzeitig werden lokale Künstler:innen und Nachwuchstalente gefördert. Der Ankauf von Silent-Disco-Kopfhörern stellt sicher, dass das Projekt über den Förderzeitraum hinaus fortgeführt, weiterentwickelt und perspektivisch auch in weiteren Stadtteilen umgesetzt werden kann. So entstehen nachhaltige, übertragbare Strukturen, die langfristig zur kulturellen Belebung und zur demokratischen Nutzung des Berliner Stadtraums beitragen.

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Unser Projekt “SICHTBAR” ist ein Foto-Projekt, bei dem junge Frauen* erreicht und motiviert werden, sich mithilfe der Fotografie sichtbar zu machen. Durch eine Reihe von Workshops geleitet von uns, sollen die Teilnehmer:innen die Möglichkeit kriegen sich kreativ zu entfalten, neue Techniken erlernen und sich miteinander vernetzen. Das Projekt bringt uns bei sowohl vor, als auch hinter der Kamera stehen zu können

Mit dem Projekt sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Wir wollen unsere Sicht auf unseren Kiez und die Umgebung, in der wir leben, zur Schule gehen, aufwachsen, arbeiten usw. zeigen und unser Leben damit sichtbarer machen.
  • Wir möchten den Weg zeigen, den viele von uns genommen haben: Viele von uns sind als Geflüchtete nach Deutschland gekommen.
  • Wir wollen Mädchen* und junge Frauen* darin ermächtigen, Kunst als Medium für ihre Stimme, Sichtweisen und Erfahrungen zu nutzen.
  • Am Ende des Projektes möchten wir, dass die Teilnehmer:innen stolz auf ihre Werke sind und ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung präsentieren. Die Ausstellung soll mit den Teilnehmer:innen zusammen geplant und gestaltet werden.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 2.700 €
Förderhöhe: 2.900 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Im Verlauf des Jahres möchten wir das Thema „Krieg, Frieden und Militarisierung” in verschiedenen Formaten bearbeiten und vertiefen. In Fortbildungen und Workshops wollen wir verschiedene Widerstandsbewegungen gegen Krieg und Militarisierung kennenlernen und mehr über ihre Ideen, Methoden und Hintergründe erfahren.  Dafür wollen wir uns regelmäßig Treffen, dabei soll es Zeit geben, sich intensiver und sensibel mit den Inhalten auseinanderzusetzen, verschiedene Sichtweisen zu teilen und gemeinsam über eigene Fragen und Erfahrungen zu sprechen.

Exkursionen zu historischen Orten zum Thema Antimilitarisierung, sowie Besuche von Museen, Gedenkstätten oder politischen Projekten sollen die Auswirkungen von Krieg und Militarisierung greifbar machen.

Dabei haben wir viele offene Fragen, die uns dieses Jahr inhaltlich begleiten werden:

  • Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Militarismus?
  • Warum finden Kriege im Kapitalismus statt, die nicht unbedingt profitabel sind und sogar nationalstaatliche Ökonomien belasten?
  • Welche Geschlechterrollen werden in einer militarisierten Gesellschaft gestärkt?
  • In welches Beziehung stehen Nationalismus , Faschisierung und Militarisierung?
  • Wie hängen Kolonialismus, Imperialismus und Militarismus historisch zusammen?
  • Wie kann man sich praktisch gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht organisieren?

Wir wollen im Laufe des Jahres unsere eigenen Perspektiven entwickeln, um die Zusammenhänge von Krieg, Militarisierung und gesellschaftlichen Machtverhältnissen besser zu verstehen. Dafür müssen wir gemeinsam lernen, diskutieren und aktiv werden. Für Frieden, Solidarität, Freundschaft und eine Welt ohne Militarismus.

Ziel ist es, aus der Geschichte zu lernen und zu überlegen, was wir heute für unser eigenes Leben daraus mitnehmen können. Außerdem möchten wir Raum schaffen, um Sorgen und Unsicherheiten, die durch die aktuelle Situation entstehen, ernst zu nehmen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen. So wollen wir ein solidarisches Miteinander stärken und gemeinsam überlegen, wie wir mit diesen Themen umgehen können. Darüber hinaus wollen wir den Austausch mit anderen Verbänden, Initiativen und politischen Gruppen fördern, die sich ebenfalls für antimilitaristische Arbeit einsetzen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und langfristige Kooperationen aufzubauen.

Mit diesem Ansatz wollen wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch unsere Handlungskompetenz  stärken und Räume schaffen, in denen wir über Frieden, Solidarität und gesellschaftliche Alternativen nachdenken und aktiv werden können.

Aktionsraum: Neukölln
Antragshöhe: 1.702,73 €
Förderhöhe: 1.702,73 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Freizeitaktivitäten im Rosengarten für alle Besuchenden des Rosengartens.

  • Wir sind selber Besucher:innen des Rosengartens und es gibt dort nur Sitzbänke als “Freizeitaktivität”.
  • Wir wollen aus dem Rosengarten etwas Sinnvolles  für uns und alle Besuchenden gestalten.
  • Wir möchten aus den Grünflächen etwas Sinnvolles machen.

Unser Ziel ist es, dass wir Jugendlichen uns mehr mit Freizeitaktivitäten beschäftigten und während des Projekts zueinander halten und Spaß haben. Unser Ziel ist es aus den Grünflächen während des Projektes eine Sportarea für alle zu machen, in dem Sinne, als dass man nicht nur im Rosengarten sitzen kann, sondern auch Sport treiben kann.

Wir möchten in der warmen Jahreszeit einmal pro Woche für 3 Stunden, voraussichtlich freitags von 15 bis 18 Uhr, ein Angebot im Rosengarten für alle Interessierten durchführen, wo wir unsere Sachen vorstellen und anbieten. Wir wollen Sportaktivitäten anbieten wie Fußball, Spikeball/Roundnet, Seilspringen, Boxsackboxen, Training auf Matten.

Alle Sportgeräte werden im JC Feuerwache gelagert und können dort auch außerhalb der Angebotszeiten ausgeliehen werden. Nena e.V. wird im Rahmen des Projektes “Platz da” den Jugendlichen bei der Durchführung ihres Angebots zur Seite stehen.

Aktionsraum: Treptow-Köpenick
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

“Deine Stadt, deine Zukunft”, unter diesem Motto beschäftigen wir uns in Workshops mit den Themen Wohnraum, Klima, Soziales und Versorgung.

Die Teilnehmenden werden dazu ermutigt, ihre kreativen Köpfe zusammenzustecken, um eine Vision für die Stadt von morgen zu entwickeln. Dabei werden die Teilnehmenden in eine interaktive Umgebung eingeführt, die Raum für kreativen Austausch und Experimente bietet. Dort werden sie ermutigt, ihre Ideen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadt zu entwickeln, während sie Herausforderungen gemeinsam angehen und innovative Lösungen erkunden.

Hierbei handelt es sich um die Beantragung einer Folgeförderung.

Wir haben das Ziel,  ein Projekt auf die Beine zu stellen, welches Stadtentwicklung aus jugendlicher Perspektive behandelt. Hierbei soll der Partizipationsgedanke im Vordergrund stehen. Dies wollen wir in Form von inhaltlichen Workshops und anschließender Bauphasen umsetzen, wobei die Jugendlichen eine eigene Zukunftsstadt errichten können.

Aktionsraum: Lichtenberg
Antragshöhe: 2.380 €
Förderhöhe: 2.330 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir möchten gemeinsam mit den Besucher:innen der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Kietzoase einen bislang trostlosen Raum, in dem derzeit nur Couchen und Pflanzen stehen, in einen einladenden und gemütlichen Chillraum umgestalten. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen und gerne ihre Freizeit verbringen.

Der Raum soll mit mehreren bequemen Sitzmöglichkeiten, Zeitschriften, kleinen Tischen, stimmungsvoller Beleuchtung sowie einem multifunktionalen Spieltisch ausgestattet werden. Zusätzlich planen wir, aus Holz einen Sichtschutz für die Heizung zu bauen. Dieser soll weiterhin eine ausreichende Wärmeabgabe ermöglichen und selbstverständlich alle Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Ein besonderes Highlight wird eine große Graffiti-Wand sein, die Motive wie Dinos, Palmen, Sonne und eine Oase,  passend zum Logo des Clubs, aufgreift. Einige Bildausschnitte sollen im Schwarzlicht leuchten. Dafür wird eine Graffiti-Künstlerin eingeladen, die das Motiv gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt und anschließend zusammen mit ihnen umsetzt. In einem begleitenden Workshop erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden und die Grundlagen der Graffiti-Kunst kennenzulernen. Als erstes müssen wir die Wände glatt spachteln, weil die Oberfläsche sehr uneben ist und ein Bild darauf nicht so gut wirken würde.

Wir wünschen uns einen Raum, in dem die Besucher:innen sich treffen, entspannen und gemeinsam Zeit verbringen können. Der Chillraum soll ein Ort sein, an dem die Kids sich wohlfühlen, reden, lachen oder einfach abschalten können – ein Raum, in dem sie sich ausprobieren und persönlich wachsen dürfen.

Wir möchten den Raum selbst mitgestalten und unsere Ideen einbringen – von der Auswahl der Möbel über die Anordnung der Lichterketten bis hin zur Gestaltung der Wände. Die Einrichtung unterstützt uns dabei, unsere Wünsche umzusetzen, Materialien zu besorgen und den Graffiti-Workshop zu organisieren.

So entsteht ein Raum von uns für die Clubbesucher:innen, in dem sie sich gerne aufhalten und der die Gemeinschaft stärkt.

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Schon letztes Jahr haben wir von euch eine Förderung über 2700€ für unser Sportsommerfest bekommen. Das Sportsommerfest im Soldiner Kiez hat so viel Spaß gemacht, dass über 400 Leute gekommen sind. Uns hat das auch sehr viel Spaß gemacht zusammen sowas zu machen und zu organisieren. Dieses Jahr möchten wir das nochmal versuchen. Wir möchten nochmal ein Sportsommerfest im Soldiner Kiez veranstalten von uns für unsere Freund:innen und andere junge Menschen. Wir planen, so wie letztes Jahr, wieder verschiedene sportliche und kreative Stationen. Neben Fußball möchten wir dieses Jahr auch wieder andere Sportarten haben, damit alle finden, was sie machen möchten. Also auch z.B. Basketball und Boxen, ein Boxautomat wär ein Traum. Wir möchten auch wieder T-Shirts und Beutel bedrucken, die upgecycelten Plotter Drucke waren letztes Jahr nämlich schon sehr cool. Auch unsere Graffitiwand möchten wir zum Sportsommerfest wieder neu bemalen.

Neben den sportlichen und kreativen Sachen möchten wir dieses Jahr wieder auch Essen und Trinken auf dem Sportsommerfest anbieten auch vielleicht grillen. Auch Musik und die Unterhaltung war sehr wichtig. Wir möchten aber auch, dass alle die Möglichkeiten haben ein Stand aufzumachen, weshalb noch viele Ideen dazukommen könnten.

Das Fest soll wieder ein tolles, lebendiges Angebot sein, das Bewegung fördert, Begegnung schafft und Jugendlichen Mitgestaltung ermöglicht. Wir möchten wieder von und für junge Menschen einen besonderen Tag ermöglichen, an dem alle Spaß haben können, sich ausprobieren und wohlfühlen können. Bei der Planung können alle Jugendlichen mitbestimmen, sich einbringen und Teamarbeit erleben. Wir planen gemeinsam das Fest, treffen Entscheidungen und geben wichtige Ideen für das Fest. Das Soko 116 Team steht uns wieder  zur pädagogischen Unterstützung zur Seite. Wir wollen einen unvergesslichen Tag nicht nur für die Besuchenden des Jugendclubs, sondern für alle Kinder aus dem Kiez und Umgebung die Lust auf das Fest haben. Das Ziel ist es, verschiedene Menschen aus dem Stadtteil zusammenbringen und zu zeigen das der Kiez für Offenheit, Vielfalt steht. Wir konnten 2025 erleben, wie Kinder und Jugendliche, ihr Selbstbewusstsein stärken konnten und selbstsicherer geworden sind. Alle Kinder und Jugendlichen haben mindestens zehn Stände mitgemacht und somit ein Los für die Tombola erspielt und später einen der vielen Preise gewonnen, niemand ist leer ausgegangen. Mit eurer Unterstützung könnten wir das Fest so umsetzen, dass es lange in Erinnerung bleibt und für alle nicht verreisenden Kinder ein toller Urlaubsersatz wär (O-ton eines Besuchers).

So entsteht ein Raum von uns für die Clubbesucher:innen, in dem sie sich gerne aufhalten und der die Gemeinschaft stärkt.

Aktionsraum: Mitte
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Seit der Gründung von Kollektiv Untergang in 2020 hat sich das Team immer weiter entwickelt. Viele der Älteren haben aufgrund von Arbeit, Studium oder Ausbildung weniger Zeit für den Verein als nach dem Abitur. Ich bin zusammen mit ein paar anderen nach meinem Abi im Sommer 2025 zum Kollektiv als “neue Generation” dazugekommen. Wir wollen langsam die Aufgaben der Älteren erlernen, um zukünftig all ihre Verantwortungen zu übernehmen.

Unser erstes eigenständiges Projekt soll das „Sommerkonzert am ZK/U“ sein. In Kooperation mit Landstreicher Booking organisieren wir ein kostenloses Open-Air-Konzert, das am 24. oder alternativ am 31.07. auf der Grünfläche des ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik) in Berlin stattfinden soll. Für das Projekt kümmern wir uns selbständig um Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, planen technische Abläufe, koordinieren den Zeitplan und entwickeln Awareness- und Sicherheitskonzepte. Dabei steht uns die “ältere Generation” des Kollektivs als Ratgeber zur Hilfe, aber die Verantwortung bleibt vollständig bei uns.

Mit dem Konzert wollen wir einen niedrigschwelligen und diskriminierungssensiblen Raum schaffen. Der Eintritt ist kostenlos, damit jede/jeder kommen kann – unabhängig vom Geldbeutel. Über sechs Künstler:innen werden fünf Stunden lang auftreten, wir rechnen mit etwa 2.000 Besucher:innen, möglich wären aber bis zu 5.000.

Um rechtliche Sicherheitsvorgaben einzuhalten, brauchen wir bei dieser Besucher:innen Zahl, einige Dixi-Toiletten und professionelles Security-Personal. Neben den rechtlichen Vorgaben ist es uns persönlich auch sehr wichtig, dass sich alle auf unserer Veranstaltung sicher fühlen.

Mit dem Sommerkonzert möchten wir Kollektiv Untergang beweisen, dass wir bereit sind, in Zukunft Verantwortungen bestehender Projekte des Kollektivs zu übernehmen. Besonders spannend ist für mich die Zusammenarbeit mit „Landstreicher Booking“, weil wir dadurch Einblicke in professionelle Abläufe im Musik- und Veranstaltungsbereich bekommen. So sammel ich auch bedeutende Erfahrungen mit Projektmanagement und Veranstaltungsorganisation. Ich hoffe dadurch, für die Zukunft ein bisschen genauer zu wissen, was ich später mal machen will (und vielleicht auch schonmal die passenden Erfahrungen für meinen Lebenslauf zu haben).

Natürlich ist es uns auch sehr wichtig ein inklusives und kostenloses Kulturangebot im öffentlichen Raum zu schaffen. Wir wollen bekannte Künstler:innen davon überzeugen, das Projekt zu unterstützen und kostenlos aufzutreten. So müssen nur noch Kosten wie für das Sicherheitspersonal oder die Dixi-Klos gedeckt werden.

Langfristig wünsche ich mir, dass unser Konzert ein Vorbild für weitere Jugend geleitete Kulturprojekte wird. Wir zeigen, dass junge Menschen fähig sind, eigenständig etwas auf die Beine zu stellen. Für mich bedeutet das, aktiv mitzugestalten, statt nur zuzuschauen.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Die Organisator:innen des Jugendkulturprojekts „Tanz auf dem Vulkan“ sind Freund:innen von mir und haben mich auf die Berliner Jugendjury von STARK gemacht! aufmerksam gemacht und mich ermutigt, dieses Projekt einzureichen. Ich möchte das transparent machen, da unser Zugang zu diesem Projekt auf persönlichem Vertrauen basiert und uns ermöglicht, den gesamten Entstehungsprozess aus nächster Nähe zu begleiten. Wir möchten eine hochwertige filmische Dokumentation darüber produzieren, wie ein Jugendkulturprojekt wie „Tanz auf dem Vulkan“ organisiert, geplant und umgesetzt wird. Dabei dokumentieren wir insbesondere die organisatorischen Prozesse, Planungstreffen, kreative Entscheidungen und die Zusammenarbeit der beteiligten jungen Menschen.

Ziel ist es, diese Prozesse sichtbar zu machen und langfristig zu archivieren. Die fertige Dokumentation wird digital veröffentlicht und kostenlos zugänglich gemacht. Sie wird Teil eines digitalen Archivs, das Jugendkulturprojekte dokumentiert und langfristig festhält.

Wir befinden uns aktuell außerdem auf der Suche nach weiteren jungen Mitstreiter:innen, die Interesse haben, an diesem oder zukünftigen Projekten mitzuwirken. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch interessierte Mitglieder der Jugendjury oder andere junge Engagierte Teil dieses Projekts werden möchten.

Unser Ziel ist es, Jugendkultur und das Engagement junger Menschen sichtbar zu machen und langfristig zu dokumentieren. Weitere Ziele sind:

  • Sichtbarmachung von Jugendengagement und kultureller Eigeninitiative
  • Motivation anderer junger Menschen, eigene Projekte umzusetzen
  • Aufbau eines digitalen Archivs für Jugendkulturprojekte
  • langfristige Dokumentation von Erfahrungen und Prozessen

Zur Umsetzung werden wir Planungstreffen, organisatorische Abläufe und Veranstaltungen filmisch begleiten sowie Interviews mit den beteiligten jungen Organisator:innen führen.

Das entstandene Material wird anschließend professionell geschnitten, bearbeitet und online veröffentlicht. Die Dokumentation wird kostenlos zugänglich sein und langfristig als Teil eines digitalen Archivs dienen.

Dieses Projekt wird vollständig von jungen Menschen umgesetzt und richtet sich primär an junge Menschen.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 2.900 €
Förderhöhe: 2.800 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Geplant ist eine mehrtägige Probenfahrt mit anschließendem öffentlichem, kostenfreiem Konzert in Berlin. Während der intensiven Probenzeit studieren wir neue Werke aus unterschiedlichen Epochen und Sprachen ein und entwickeln gemeinsam ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Die Fahrt ermöglicht konzentriertes künstlerisches Arbeiten, stärkt den Zusammenhalt und schafft Raum für Austausch und gemeinsame Aktivitäten.

Demokratie verstehen wir dabei nicht nur als Thema, sondern als gelebte Praxis: Die Jugendlichen gestalten das Projekt eigenständig – von der Programmidee über Probenstrukturen bis hin zur Moderation des Konzerts. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Meinungen diskutiert und Kompromisse gefunden. So erleben wir demokratische Prozesse im künstlerischen Arbeiten ganz konkret und stärken Verantwortung, Respekt und Mitbestimmung innerhalb der Gruppe.

Auch wenn die Probenfahrt außerhalb Berlins stattfinden kann, ist das Projekt klar in Berlin verankert: Planung, Entscheidungsprozesse und das abschließende Konzert finden hier statt. Das öffentliche Konzert soll Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe ansprechen und kulturelle Teilhabe niedrigschwellig ermöglichen.

Mit dem Projekt setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und jugendliches Engagement in Berlin. Der Junge Chor der Deutschen Oper Berlin leistet seit vielen Jahren musikalische Bildungsarbeit mit jungen Menschen verschiedener sozialer und kultureller Hintergründe und trägt damit aktiv zur Berliner Jugendkultur und Demokratiebildung bei.Unser Projekt „…“ ist im Kontext des Jungen Chores der Deutschen Oper Berlin angesiedelt.

Unser Ziel ist es, Jugendliche aus Berlin in ihrem demokratischen Miteinander, ihrem Zusammenhalt und ihrer kulturellen Bildung zu stärken. Gerade jetzt, wo sich die Krisen in der Welt aneinanderreihen, finden wir es essentiell, durch das gemeinsame Singen gute Laune zu schaffen und zu teilen. So können wir auch einen Raum schaffen, in dem junge Menschen Gemeinschaft, Mitbestimmung und gegenseitigen Respekt aktiv erleben können.

Musik dient dabei als verbindendes Element: Im gemeinsamen Singen erleben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie wichtig Zuhören, Rücksichtnahme und Kooperation sind, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Diese Erfahrungen stärken nicht nur die musikalischen Fähigkeiten, sondern auch soziale Kompetenzen, Selbstvertrauen und Gruppenzugehörigkeit.

Ziel ist auch andere junge Menschen zu ermutigen, sich aktiv in Chorgemeinschaften einzubringen und kulturelle Projekte mitzugestalten. Auch das Konzert in Berlin wollen wir nutzen, um neue Mitglieder für unseren Chor zu akquirieren.

Aktionsraum: Tempelhof-Schöneberg
Antragshöhe: 2.500 €
Förderhöhe: 2.500 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir sind Schülerinnen der Grundschule am Barbarossaplatz. Wir sind eine Grundschule für Inklusion und unser Schulmotto lautet „Verschieden sein, das ist normal“. Aus diesem Grund möchten wir am 19.05.2026 (Tag der Vielfalt) nun schon zum vierten Mal mit unserer Schulgemeinschaft durch die Straßen in unserem Kiez ziehen. Im Schüler:innenparlament und in den Klassen haben wir uns überlegt, unsere eigene gelebte Vielfalt nach außen sichtbar zu machen und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu suchen. In den Klassen wird sich mit dem Thema auseinandergesetzt und das Schulmotto wird auf Plakaten unterschiedlich interpretiert und künstlerisch umgesetzt. Zum Abschluss wird es eine Kundgebung mit uns zum Thema geben. Für die Veranstaltung wurde ein eigenes Lied komponiert („Hallo Welt – Jetzt sind wir dran“). Dieses Lied singen wir gemeinsam unterstützt mit Gebärden. Wichtig für den Umzug durch den Kiez ist für uns, dass wir gehört und gesehen werden. Hierfür benötigen wir zusätzliche Unterstützung in Form einer fahrbaren Musikanlage und einer Person, die diese Anlage bedienen kann. Um noch mehr nach außen zu wirken, wollen wir einen Fotografen bezahlen, der den Umzug begleitet, um die Bilder auf der Schulwebsite zu zeigen. Auch möchten wir unsere Chorleiterin ein Honorar bezahlen, um uns beim Song zu begleiten und ihn zu üben

Wir haben unser Vorhaben bereits im Schüler:innenparlament vorgestellt und besprochen und haben die Unterstützung der Kinder unserer Schule. Aus diesem Grund würden wir uns freuen, wenn wir am 19.05.26 gemeinsam durch die Straßen ziehen und unser Projekt in vollem Umfang umsetzen können.

Das Projekt dient dazu, dass wir uns sichtbar und hörbar in unserer Vielfalt machen. Die Kinder unserer Schule wollen einerseits zeigen, wie bunt unsere Gemeinschaft ist und andererseits auch darauf hinweisen, dass dies in der Gesellschaft noch nicht angekommen ist. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder überall teilhaben können, ohne dass Barrieren im Weg sind. Das tuen wir, in dem wir Plakate schreiben und bei der Kundgebung mit unseren Worten sagen, was uns wichtig ist und was besser werden muss.

Aktionsraum: Friedrichshain-Kreuzberg
Antragshöhe: 2.920 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Dungeons & Dragons ist das Rollenspiel, was die Netflix-Erfolgsserie “Stranger Things” inspirierte. Es ist ein Fantasy-RPG, das man immer erweitern kann. Das Spiel besteht hauptsächlich darin, dass die Spieler:innen, bzw. Abenteurer:innen verschiedene Quests erfüllen, Bosse besiegen oder Aufträge erledigen müssen, um zusammen in der Gruppe weiter zu kommen.

Wir möchten uns wöchentlich in der Gelben Villa in Kreuzberg treffen und mit einer:m Spielleiter:in gemeinsam Fantasy-Abenteuer und nettes Gelaber erleben.

Es gibt massig D&D-Fans in Kreuzberg, die gern in der Amerika Gedenkbibliothek mitspielen würden, wo es schon so eine Gruppe gibt. Doch es ist so eingeschränkt von der Spielendenanzahl, dass es Wochen vorher schon ausgebucht ist und die meisten dort keinen Platz kriegen. Deshalb wollen wir jetzt eine eigene Spielgruppe gründen.

Unsere Gruppe geht back to the roots von D&D: Stranger Things!

Uns ist außerdem wichtig, dass sich niemand ausgegrenzt fühlt 🙂

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 2.000 €
Förderhöhe: 1.850 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Wir möchten mit unserer Gruppe für ein Wochenende in ein Seminarhaus in der Uckermark fahren und dort einen Graffiti-Workshop machen. Dabei geht es uns nicht nur ums Sprayen, sondern auch darum, mehr über die Geschichte von Graffiti und Street Art zu lernen.

Wir wollen uns anschauen, wo Graffiti herkommt, warum Menschen es machen und wie es in verschiedenen Ländern und Kulturen genutzt wird. Außerdem lernen wir verschiedene Techniken, den Umgang mit Spraydosen und wie man eigene Motive plant. Am Ende möchten wir gemeinsam ein großes Wandbild gestalten. Uns ist wichtig, dass wir als Gruppe zusammenarbeiten, kreativ sind und uns gegenseitig unterstützen. Das Wochenende soll nicht nur Spaß machen, sondern uns auch als Gruppe stärken und uns zeigen, wie Kunst Menschen verbinden kann.

Mit unserem Projekt möchten wir vor allem kreativ sein und Neues ausprobieren. Wir wollen lernen, wie man mit Spraydosen umgeht und eigene Ideen als Graffiti umsetzt. Dabei ist uns wichtig auch mehr über die Geschichte von Graffiti zu erfahren und zu verstehen, welche Bedeutung diese Kunstform in verschiedenen Ländern und Kulturen hat. Ziel des Workshops ist es das gelernte in einem großen Graffiti umzusetzen an dem wir gemeinsam arbeiten und alle an jeden Schritt der Umsetzung beteiligt sind.

Aktionsraum: Berlinweit
Antragshöhe: 3.000 €
Förderhöhe: 3.000 €

Projektbeschreibung- und Ziel:

Das Projekt ist ein Lerncafé, welches wöchentlich stattfindet und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, in einem geschützten außerschulischen Rahmen konzentriert zu lernen, Unterstützung zu bekommen, Freundschaften zu knüpfen, den Horizont zu erweitern sowie persönliche und schulische Ziele erfolgreich zu meistern.  Das Angebot wird begleitet durch pädagogisch geschulte Gruppenleitungen und ehrenamtlich betreuenden Personen. Das Programm besteht aus einem bunten Mix verschiedener Komponenten, welche wöchentlich neu geordnet werden können. Hierzu gehören u.a. selbstgestaltete Lerneinheiten, Aktivitäten, Seminare, Workshops, Quiz aus verschiedensten Themengebieten (Allgemeinwissen, Sport, Kultur, …), gemeinsames Essen und Gruppenspiele/-turniere.

Zentraler Gedanke des Projektes ist jedoch, dass die Jugendlichen eine entscheidende Rolle in der Planung der gemeinsamen Treffen spielen. Sie sollen also eigene Ideen bspw. für Aktivitäten, Seminar/Workshop-Themen oder Gruppenspielen mit einbringen und somit für viel Abwechslung sorgen. Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche der Klassenstufen 10-13, welche in zwei gleichzeitig stattfindenden, aber unterschiedlichen Gruppen von jeweils 10 Personen teilnehmen. Durch die kompakte Gruppengröße entstehen zwei „Safe Spaces“ mit entsprechenden Vertrauenspersonen. Das ist zB wichtig, wenn wir Probevorträge der Präsentationsprüfungen durchführen wollen, welche für einige Personen große Überwindung fordert.

Neben der Unterstützung in der Schule soll das Projekt auch durch regelmäßige Aktivitäten begleitet werden, welche voraussichtlich monatlich also vier Aktivitäten über den gesamten Projektzeitraum.

Mit unserem Lerncafé möchten wir einen nachhaltigen Bildungs- und Begegnungsort schaffen, der Jugendlichen echte Teilhabe ermöglicht und sie in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung stärkt. Unser Fokus liegt dabei auf einem niedrigschwelligen Zugang: Das Angebot richtet sich insbesondere an junge Menschen aus finanziell benachteiligten Familien sowie mit Migrationsgeschichte, die häufig weniger Unterstützung und geschützte Lernräume zur Verfügung haben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bewusst offen gestaltet.

Ein zentrales Prinzip ist die Selbstgestaltung: Die Jugendlichen wirken aktiv an Planung und Ausrichtung der Treffen mit. Sie bringen eigene Ideen für Aktivitäten, Themen oder Workshops ein und erleben, dass ihre Perspektiven zählen. Dadurch werden Selbstwirksamkeit und demokratische Kompetenzen gestärkt.

Wir erreichen unsere Ziele durch regelmäßige wöchentliche Treffen in einem geschützten Rahmen, begleitet von pädagogisch erfahrenen Leitungen und engagierten Ehrenamtlichen. Neben Lernphasen fördern gemeinschaftliche Aktivitäten Austausch, Teamfähigkeit und gegenseitige Unterstützung. Indem wir den Horizont der Jugendlichen durch neue Themen, Workshops und gemeinsame Erfahrungen erweitern, möchten wir sie außerdem dazu motivieren, sich langfristig selbst ehrenamtlich zu engagieren und ihre Stärken in die Gemeinschaft einzubringen.