Ausgrenzung, Beleidigungen und Gewalt gehören für viele junge Menschen zum Alltag. Gleichzeitig bleibt ein Großteil der Erfahrungen unausgesprochen. Die Förderaktion „Zeichen setzen!“ setzt hier an und stärkt Projekte, die Jugendliche befähigen, Diskriminierung zu erkennen, Handlungssicherheit zu entwickeln und sich aktiv für Respekt und Vielfalt einzusetzen.
Gefördert werden zeitlich befristete Vorhaben mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten. Insgesamt stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Pro Projekt können bis zu 7.500 Euro beantragt werden, davon maximal 5.000 Euro für Honorar- und Sachkosten sowie bis zu 2.500 Euro für Maßnahmen zur Herstellung baulicher, sprachlicher oder medialer Barrierefreiheit. Eigenmittel sind nicht erforderlich.
Inhaltlich orientieren sich die Projekte an zwei Schwerpunkten: „Verstehen und handeln“ sowie „Laut werden und Zeichen setzen“. Unterstützt werden unter anderem Formate zur Wertebildung, zur Stärkung sozialer Kompetenzen und zur Förderung von Zivilcourage. Ebenso förderfähig sind kreative und aktionsorientierte Ansätze wie Theaterprojekte, Medienformate, Kampagnen oder Aktionstage, die sich sichtbar gegen Mobbing und Ausgrenzung positionieren.
Antragsberechtigt sind anerkannte Träger der Kinder- und Jugendhilfe nach §75 SGB VIII oder Organisationen mit Mitgliedschaft in einem Wohlfahrtsverband. Voraussetzung ist eine inklusive Ausrichtung: Junge Menschen mit und ohne Behinderung sollen aktiv an der Projektumsetzung mitwirken. Weitere Informationen und Antragsunterlagen stehen auf der Website der Aktion Mensch zur Verfügung.