Das VoiceUp!-Jugendnetzwerk hat die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung von jungen Menschen veröffentlicht. Die Studie zeigt, wie junge Menschen auf die Gesellschaft blicken und was sie von der Politik fordern.
Grundlage des Berichts ist eine bundesweite Online-Befragung von jungen Menschen aus unterschiedlichen sozialen und regionalen Kontexten. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Formate für viele Befragte eine wichtige Rolle spielen, um sich zu informieren, auszutauschen und eigene Meinungen einzubringen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Nutzung stark davon abhängt, wie bekannt die Angebote sind und ob Beteiligung als sinnvoll und wirksam erlebt wird. Ebenso zeigt die Studie unter anderem, dass sich nicht alle jungen Menschen gleichermaßen von bestehenden Beteiligungsformaten angesprochen fühlen. Unterschiede zeigen sich unter anderem in Bezug auf Alter, Bildungshintergrund und bisherige Beteiligungserfahrungen. Viele Befragte wünschen sich klarere Informationen darüber, wofür Beteiligung genutzt wird und welche Auswirkungen die eigenen Beiträge haben.
Darüber hinaus formulieren junge Menschen Erwartungen an Politik, Verwaltung und Organisationen, die digitale Beteiligungsangebote umsetzen. Genannt werden unter anderem transparente Rückmeldungen zu Ergebnissen, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse sowie niedrigschwellige und barrierearme Zugänge. Digitale Beteiligung wird dabei häufig als Ergänzung zu analogen Formaten verstanden, nicht als Ersatz.
Mit der Veröffentlichung der Studie möchte das VoiceUp!-Jugendnetzwerk Impulse für Fachpraxis, Politik und Zivilgesellschaft geben. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, digitale Beteiligungsangebote stärker an den Bedarfen junger Menschen auszurichten. Weitere Informationen sind auf der Projektwebseite des VoiceUp-Jugendnetzwerks abrufbar.