Dass das Wahlverhalten der jüngsten Wähler:innen bei der Bundestagswahl 2025 für großes Aufsehen bis Sorge sorgte – mit Schlagzeilen über eine „radikale Jugend“ und beeinflussende TikTok-Kampagnen – unterstreicht ebenso die Bedeutung der nächsten Generation wie die undifferenzierte Darstellung ihrer Wahlpräferenzen und Hintergründe. Eine Analyse sollte deshalb differenzieren: Welche Themen waren für junge Menschen entscheidend? Wie informieren sie sich über Politik und welche Überlegungen haben ihre Entscheidungen geleitet?
Die Studie baut unmittelbar auf der Untersuchung zur Europawahl 2024 auf. Sie richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren, womit sich systematisch die Folgen unterschiedlicher Altersgrenzen und Wahlkonstellationen vergleichen lassen.
Insgesamt wurden in 28 Städten und Gemeinden aus sechs Bundesländern rund 32.000 junge Menschen angeschrieben, knapp 4.800 haben teilgenommen. Ergänzend befragt wurden in Berlin auch Personen zwischen 21 und 79 Jahren, um Unterschiede zwischen Jugend und Gesamtbevölkerung sichtbar zu machen. Das Frageprogramm umfasste Wahlverhalten, Wahlalter, Informations- und Kommunikationswege, Einstellungen zu politischen Themen, Parteien und Demokratie sowie persönliche Lebenslagen – und erlaubt neben differenzierten Erkenntnissen zur Bundestagswahl 2025 auch direkte Vergleiche mit den Ergebnissen der Europawahlstudie 2024. Das Ergebnis der Studie ist, dass die Parteipräferenzen sowie die Themen, die jungen Menschen wichtig waren, jeweils sehr verschieden sind.
Die Studie kann ab sofort als PDF kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen befinden sich auf der Webseite der Friedrich-Ebert-Stiftung.