„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – so lautete die Caption in einem Fernseh-Werbespot für Geldanlagen einer Bank aus den 1990er Jahren. Das Versprechen, zu finanziellem Wohlstand zu gelangen, wenn man sich nur genug anstrengt, lag in der Luft und schien für die Generation der Millennials noch selbstverständlich.
Heutzutage wissen wir: Ein sehr kleiner Teil unserer Gesellschaft (1%) besitzt 18% des Gesamtvermögens, so viel wie die ärmsten 75% unserer Gesellschaft insgesamt. Knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Hinzu kommt, dass ein Großteil des in Deutschland gebildeten Vermögens vererbt wird. Der Deutsche Jugendfotopreis bietet eine Plattform, um sich mit diesem Konflikt künstlerisch auseinanderzusetzen.
Bringt eure Perspektiven auf Besitz, Träume und Gerechtigkeit ein – ob in Portraits und Serien, in Einzelbildern und Selfies, in Fotobüchern oder Collagen, ob in schwarz/weiß oder Farbe, ob digital oder analog, ob stark bearbeitet oder pur – alle Techniken der Fotografie sind willkommen! Hauptsache, ihr erzählt mit euren Bildern Geschichten.
In der Kategorie “Freie Themenwahl” werden die Fotos in vier Altersgruppen bewertet: bis 10 / 11-15 / 16-20 und 21-25 Jahre. Dadurch haben jüngere und ältere Teilnehmende die gleichen Chancen. In der Kategorie “Experimente” kann alles eingereicht werden, was sich nicht ausschließlich mit Fotografie im klassischen Sinne beschäftigt. Pinsel, Farben, Garn, Animationen, Pixel, Schnipsel, Collagen, Gescanntes, Chemisches, Verändertes, Verformtes – schlicht: Fotografie plus etwas anderes. Wie das Foto entstanden ist, bleibt euch überlassen. Insgesamt wird ein Preisgeld von 10.000 Euro vergeben verteilt auf verschiedene Kategorien und Altersgruppen (Hauptpreise à 500€, Auszeichnungen à 300€).
Weitere Informationen sowie eine Möglichkeit zur Teilnahme befinden sich auf der Webseite des Deutschen Jugendfotopreises. Einsendeschluss für die Fotos ist der 02. Februar 2026.