„Berliner Zustände“ 2014 - Schattenbericht über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus erschienen

05.06.2015

Die „Berliner Zustände“ werden jedes Jahr von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) und dem Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) herausgegeben. Zu den Themen Geflüchtete, Rassismus, Antisemitismus und Neonazis berichten Aktivist_innen und Projekte über ihre Arbeit und die Chronik rassistischer Übergriffe in Berlin ergänzt das offizielle Bild, das etwa durch die Polizeistatistik nur unzureichend erfasst wird. Die Berliner Zustände können kostenlos heruntergeladen und als Print-Exemplar gegen eine geringe Gebühr bezogen werden.

Cover: Berliner Zustände 2014Berliner Projekte, Initiativen und Einzelpersonen analysieren jährlich in den „Berliner Zuständen“ die aus ihrer Sicht wesentlichen Entwicklungen zu den Themen Rassismus sowie Fremdenfeindlichkeit in Berlin und geben einen Einblick in ihre tägliche Arbeit.

Der Schwerpunkt „Geflüchtete in Berlin“ beschreibt, welchen Schwierigkeiten Flüchtlinge im Alltag ausgesetzt sind. In Berlin angekommen bedeutet für sie nicht, in Sicherheit zu leben. Einige Projekte, die Geflüchtete medizinisch, sozial oder zum Thema Bildung unterstützen, beschreiben, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.

Das Kapitel „Rassismus in Berlin“ behandelt den antimuslimischen Rassismus, welcher im vergangenen Jahr vor allem durch PEGIDA (in Berlin BÄRGIDA) eine große Öffentlichkeit erreichte. Der Artikel der Opferberatungsstelle ReachOut beschreibt, dass rassistische und antisemitische Übergriffe in Berlin alltäglich sind und macht deutlich, dass es nach wie vor keine Entwarnung geben kann: Die jährliche Chronik belegt für 2014 einen deutlichen Anstieg rassistischer und antisemitischer Gewalttaten.

Der Überblick „Neonazis in Berlin“ beschreibt die Szene und ihr steigendes Gewaltpotential. Ein Fokus liegt hierbei auf Berlin-Marzahn, wo ein harter Kern aktionsorientierter Neonazis seit Monaten Politiker_innen, Antifaschist_innen und Geflüchtete bedroht.

Die Texte im Kapitel „Antisemitismus in Berlin“ befassen sich mit antisemitischen Tendenzen auf den Montagsmahnwachen, die seit 2014 regelmäßig in Berlin stattfinden. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wer die Deutungshoheit bei der Benennung antisemitischer Vorfälle hat.

Durch Fotos der ausgezeichneten Fotografen Özlem Günyol und Mustafa Kunt werden die „Berliner Zustände“ illustriert. Die Bilderserie hinterfragt auf beeindruckende Weise die Konstruiertheit der Grenzen Europas.

Die „Berliner Zustände 2014“ sind als Printausgabe bei den herausgebenden Projekten erhältlich. Als PDF-Datei bekommt Ihr die aktuelle Ausgabe hier auf mbr-berlin.de oder alternativ hier auf apabiz.de zur Verfügung.

Mehrere Exemplare sind gegen eine Schutzgebühr von vier Euro beim apabiz erhältlich:

Kontakt:
apabiz e.V.
Lausitzerstr. 10 | 10999 Berlin
Tel.: 611 62 49
E-Mail: mail@apabiz.de
Web: www.apabiz.de | www.facebook.com/apabizberlin |


Quelle: Pressemitteilung der MBR Berlin vom 02.06.15

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