Die Termine der Jugendjury Marzahn-Hellersdorf stehen fest!

Mehr erfahren

Die Ergebnisse sind da: die geförderten Projekte der ersten Antragsrunde 2019

26.02.2019

Am 25.02.19 einigte sich die Steuerungsgruppe auf die 14 geförderten Projekte der ersten Runde.

Wir bedanken uns für die zahlreichen eingereichten Projekte und möchten auch insbesonderen den Anträgen, welche es diesmal nicht geschafft haben einen nächsten Versuch für unsere zweite Runde ans Herz legen. Bis zum 03. Mai 2019 sind Einreichungen für die zweite Runde 2019 möglich.

Hier nun unsere ersten 14 geförderten Projekte der ersten Runde 2019:

Gesundes Schulkiosk

Förderverein der Erwin-von-Witzleben Grundschule, Charlottenburg-Wilmersdorf

Förderbetrag:  2.900,00€

Projektzeitraum: 11.03.2019 - 19.06.2019
Neuantrag
Thema: Gesunde Schulernährung

Der Schülerrat, bestehend aus 12 Schülern und gleichvielen Vertretern, der Erwin-von-Witzleben-Grundschule beschloss bereits im Schuljahr 2017/18 mehr für die gesunde Ernährung im Schulalltag zu tun. Die Ideen waren vorhanden, nur die Umsetzung mangels Geld schwierig. So konnten wir einen regelmäßig improvisierten, zweiwöchentlichen Obstverkauf organisieren.
In diesem Jahr wurde wieder mehrfach diskutiert, was wir unternehmen könnten, um weitere Projekte zu realisieren. Im Gespräch war ein Spendenlauf um Wasserspender zu finanzieren, da viele Kinder nicht ausreichend Trinken oder aber zuckerhaltige Getränke von zu Hause mitbekamen. Da an unserer jedoch über 60% der Elternschaft Leistungsempfänger sind, stellt sich die Frage nach dem Sinn eines Spendenlaufs. Es wäre wahrscheinlich nicht ausreichend Geld eingenommen worden, um einen Wasserspender dauerhaft zu finanzieren.
Unsere Schülersprechin erfuhr von der Projektgruppe "Kiosk" und war hellauf begeistert, dass sie diese Ideen sofort im Schülerrat vortrug. Nach einigen Gesprächen konnten wir uns darauf einigen, sofern wir berücksichtigt werden, einen "gesunden Kiosk" zu eröffnen.
Ob ein Schulkiosk sinnvoll ist und auch dementsprechend regelmäßig betrieben werden kann, wurde auf den kommenden Dienstbesprechungen diskutiert. Es fanden sich neben Herrn Stradinger zwei weitere Lehrkräfte der Sonderpädagogik, Fr. Russow und Fr. Schacht, welche sich bereit erklärten, dieses Projekt dauerhaft mitzugestalten.
Die beiden Sonderpädagoginnen sprachen mit Herrn Stradinger und dem Schülerrat darüber, wie das Projekt ablaufen kann. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass dieses Projekt ein praxis- und lebensnaher Bezug mit sich bringt. Kinder mit Förderbedarf sowie Inklusionskinder können hier vor allem vielseitig mehrere Kompetenzen erwerben, sei es im hauswirtschaftlichen, praktischen oder im mathematischen Bereich. Des Weiteren werden soziale Kompetenzen im Verkauf erworben. Diese Kinder sollen, unterstützt von den beiden Sonderpädagogen folglich das Kiosk betreiben.
Auch die Arbeit miteinander fördert nebenbei das demokratische Denken und Handeln. Ebenso werden an unserer sowieso multikulturellen Schule Kinder deutscher und nichtdeutscher Herkunft zusammen arbeiten und somit Toleranz und Akzeptanz entwickelt bzw. gestärkt.
Wir werden versuchen, Ware über lokale Supermärkte oder Händler zu beziehen. Dabei soll der Verkauf nicht gewinnbringend sein, sondern jedes Kind - gerade im Hinblick auf das sozial brisante Einzugsgebiet der Erwin-von-Witzleben-Grundschule - soll sich am Kiosk gesundes Essen leisten können. Ziel ist es, das Kiosk selbsttragend zu bewirtschaften.
Abschließend kann gesagt werden, dass mehrere Gründe für ein Kiosk sprechen, letzten Endes vor allem die sozial schwächeren Kinder vom angebotenen Essen profitieren als auch die Kinder mit Förderbedarf Kompetenzen erlernen, die ohne das Projekt "gesundes Kiosk" niemals so praxisnah erlernt werden könnten. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Kinder einen Schritt weiter hin zu mündigen Bürgern zu erziehen.
Hat unser Kiosk Erfolg und bleibt nach den Anschaffungskoten weiterhin selbsttragend, sind wir äußerst optimistisch, dies im nächsten Schuljahr ohne Fördermittel des Fonds weiter zu betreiben. Allein aus pädagogischer Sicht sind sich alle Lehrer in der Dienstbesprechung einig!
Alle Lehrer und Erzieher der Erwin-von-Witzleben-GS stehen hinter diesem Projekt!


Begründung der Jury:

Diese Initiative eines Schüler*innenrats soll als Anschubfinanzierung exemplarisch unterstützt werden.

Dein Spiel - deine Daten

meredo e.V., Reinickendorf

Förderbetrag:  14.196,00€
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 30.11.2019
Neuantrag
Thema: Entwicklung eines mobilen Escape Games zum Thema Datensicherheit

Besonders im Zuge aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen sind Datensicherheit und Datenschutz von persönlichen Daten in aller Munde. Durch die Massenwirksamkeit sozialer Medien sind nicht nur Erwachsene, sondern insbesondere Kinder und Jugendliche gefordert, sich der Preisgabe ihrer persönlichen und der Daten anderer sowie deren Verbreitung bewusst zu werden. Das Projekt "Dein Spiel – deine Daten" möchte sich daher für eine aktive Auseinandersetzung Jugendlicher mit ihren Daten und deren Preisgabe im Internet einsetzen.
In einem einwöchigen Beteiligungsprojekt sollen sich Kinder und Jugendliche der Altersgruppe zwischen Klasse 6 und 8 mit dem Thema beschäftigen, welche Daten sie selbst preisgeben und wie ihre Daten missbraucht oder in anderen, nicht vorgesehenen Kontexten verwendet werden können. Dies geschieht im Rahmen zweier Wochenprojekte, die in zwei Durchläufen im Jahr 2019 durchgeführt werden sollen. Das erste Projekt wird mit einer Schulklasse im meredo in Berlin-Reinickendorf umgesetzt. Je nach Verlauf und den Ergebnissen des ersten Projektes wird im zweiten Durchlauf entschieden, ob er erneut mit einer Schulklasse oder als Ferienprojekt mit offener Anmeldung erfolgt.
Im Verlauf der Projektwoche beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem Thema Datensicherheit und diskutieren, welche Daten sie selbst preisgeben und was mit ihren Daten im Internet passieren kann. Sie lernen die Methode des Escape Games kennen, bei dem es darum geht, aus einem Raum oder einer schwierigen Situation mithilfe des Lösens von Aufgaben oder Rätseln zu entkommen. Aufbauend auf der kennengelernten Methode entwerfen sie ein eigenes Konzept für ein Escape Game zum Thema Daten und Datensicherheit. In zwei Gruppen erarbeiten sie eigene Ideen und Methoden, um die Thematik spielerisch umzusetzen. Sie werden bei der Umsetzung durch erfahrene Medienpädagog*innen unterstützt. Es entstehen zwei mobile Escape Games, die hinterher an der eigenen Schule auch von anderen Klassen gespielt werden können. So ist das Projektergebnis auch noch im Nachhinein anderen zugänglich und kann als Vorlage verwendet werden, um ein solches Projekt erneut umzusetzen.
Nach der Fertigstellung der Escape Games findet eine Abschlussveranstaltung für das Projekt statt, bei dem die Familien und Freunde der Teilnehmenden die Spiele ausprobieren können. Je nach Absprache und Projektform findet die Abschlussveranstaltung im meredo oder in der Schule statt.
Ziel des Projektes ist es, dass die Teilnehmenden sich mit ihrem eigenen Ich im Netz auseinandersetzen. Sie sollen sich ihrer eigenen Rolle bei der Preisgabe von Daten bewusst werden und auch dafür sensibilisiert werden, welche Spuren sie von sich selbst und auch von anderen im Netz hinterlassen. Auch die inhaltliche und methodische Ausgestaltung liegt in der Hand der Teilnehmenden; die begleitenden Pädagog*innen beraten sie und unterstützen sie bei der praktischen Umsetzung.


Begründung der Jury:

Das dröge erscheinende Thema Daten und Datensicherheit wird auf methodisch interessante Art aufgegriffen mit wahrnehmbarer Beteiligung.

Queer:Space

Agentur für soziale Perspektiven e.V., Friedrichshain-Kreuzberg

Förderbetrag: 15.000,00 €
Projektzeitraum: 01.04.2019 - 30.09.2020
Neuantrag
Thema: Verbesserung des Angebots und der Ansprache an queere Jugendliche

Wir möchten mit unserem Projekt die Situation für queere Jugendliche im Kiez deutlich verbessern. Bisher gibt es keine (sichtbaren) Angebote für queere Jugendliche im Kiez, weder Treffpunkte und Freizeitangebote, noch Beratungs- und Unterstützungsangebote. Dabei liegt Kreuzberg bei trans*- und homofeindlichen Angriffen an zweiter Stelle in Berlin. Eine Gruppe von Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren, die wir seit vielen Jahren kennen, leidet sehr unter diesem Missstand. Die queeren Jugendlichen (darunter 3 Trans*-Jugendliche) haben im schulischen und außerschulischen Alltag immer wieder mit Beschimpfungen und Ausgrenzungen zu tun und finden keinen Ort im Kiez, an dem sie sich willkommen, unterstützt und sicher fühlen. Dieser Umstand gab den Ausschlag für unser geplantes Vorhaben.
Wir möchten über evtl. bestehende Angebote informieren, neue Angebote einfordern und diese auch selbst schaffen. Gemeinsam mit LGBTI*-Initiativen und den Jugendeinrichtungen im Kiez, möchten wir das Angebot und die Ansprache an queere Jugendliche deutlich verbessern. Es reicht nicht, offen für queere Jugendliche zu sein. Wenn diese sich nicht angesprochen und eingeladen fühlen, wenn es bspw. keine genderneutralen Toiletten, keine inhaltliche Auseinandersetzung mit relevanten Themen gibt, werden queere Jugendliche die Einrichtungen nicht besuchen. Nur wer gesehen wird, fühlt sich willkommen.
Die beteiligten Jugendlichen sind hier Ideengeber*innen, Informationsbeschaffer*innen und Vermittler*innen. Auch wenn es eigentlich nicht Aufgabe der Jugendlichen ist dafür zu sorgen, dass sie sich - unabhängig von ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität - sicher und willkommen fühlen, fördert das Projekt bei den beteiligten Jugendlichen den Prozess der Selbstermächtigung und des Empowerment, also der Fähigkeit, sich für seine Belange einzusetzen und die Situation dadurch für sich selbst, aber auch für alle anderen Jugendlichen im Kiez, nachhaltig zu verbessern.


Begründung der Jury:

Der Ansatz erscheint sehr ambitioniert.Ein experimentelles Projekt, das neue Zugangswege eröffnen kann.
(KEINE FÖRDERUNG OHNE AKTION-MENSCH-FÖRDERUNG!)

diveRcity - Tauch ein in deine Stadt

"Roter Baum" Berlin UG, berlinweit 

Förderbetrag: 14.305,75 €
Projektzeitraum: 01.04.2019 - 31.12.2019
Neuantrag
Thema: Jugendliche gestalten vielfältige Jugendkulturveranstaltungen

Bei dem Projekt diveRcity gestalten Jugendliche mit pädagogischer Anleitung vielfältige Jugendkulturveranstaltungen im öffentlichen Raum für sich, andere Jugendliche und die Anwohnerinnen. So können sie die verschiedenen Aspekte ihrer Jugendkultur in die Stadtkultur integrieren und sie damit bereichern - egal ob Musik, Tanz, Graffiti, Skaten und vieles mehr.
Zusätzlich lernen sie wie man eine Veranstaltung von der Idee bis zur Umsetzung plant und durchführt, wie sie sich untereinander koordinieren um sich gegenseitig zu unterstützen. Im Jahr 2019 sollen so mindestens 6 Veranstaltungen von Jugendlichen an unterschiedlichen Orten in Berlin durchgeführt werden, wobei unterschiedliche Jugendliche/Jugendgruppen unterschiedliche Veranstaltungen planen und durchführen, jedoch alle unter dem Leitmotiv von diveRcity in dem Jugendliche verschiedenen Alters, unabhängig von Geschlecht, Ethnie und sozialem Hintergrund zusammenarbeiten und Probleme gemeinsam bewältigen. Hierbei wird auch ein inklusiver Fokus auf Jugendliche mit verschiedenen Entwicklungshemmnissen und die Zusammenarbeit mit diesen gelegt. Dieses Prinzip gilt nicht nur für die teilnehmenden Jugendlichen sondern auch für alle Besucherinnen und Künstlerinnen der Veranstaltungen. Jugendliche lernen so sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, sich für eigene Interessen und die anderer einzusetzen.
Sie lernen in der Gruppe miteinander zu kommunizieren, sich auf gemeinsame Standpunkte und Vorgehensweisen zu einigen und mit Ämtern und der Öffentlichkeit in Aushandlungsprozesse zu treten. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen wirken sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung der einbezogenen Jugendlichen aus.


Begründung der Jury:

Vielfältige Veranstaltungen mit verschiedenen Formaten schaffen Gelegenheiten zur Selbstwirksamkeitserfahrung für die Jugendlichen. (--> Einladungen an Fachjury verlangen!)

„Build your own DiverCity!“

KIgA e.V., Friedrichshain-Kreuzberg

Förderbetrag: 15.000,00 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2019
Entwicklungsantrag
Thema: Spielentwicklung zur Vermittlung vom Gedanken von einem inklusiven Miteinander

Die Stadt und ihre Strukturen werden von unterschiedlichen Gruppen verschieden genutzt. Nicht alle bewegen sich überall und gleich oft und viel und nutzen die verschiedenen Angebote, die die urbane Kultur mit sich bringt. Dass kann unterschiedliche Faktoren haben wie z.B. Geldmangel, Desinteresse, Unzugänglichkeit, wenig Berührung mit den Angeboten durch das gegebene Umfeld, Zeitmangel, negative Erfahrungen etc.
Unser Verein KiGA e.V. ist seit 2017 in der Werner-Düttmann-Siedlung in Berlin Kreuzberg tätig. Die Werner-Düttmann-Siedlung ist das kleinste Fördergebiet des Berliner Quartiersmanagements. Seit 2018 ist der Verein vermehrt in der Jugendarbeit tätig und betreut wöchentlich eine Gruppe 14-17-jähriger mit familiären Migrationsgeschichten. Die Betreuung findet hauptsächlich durch junge Peers statt, die bereits eine ein- bis zweijährige Ausbildung bei der KiGA durchlaufen und sich mit den Themen: Rassismus, Antisemitismus, Gender, Islam u.a. beschäftigt haben. Innerhalb der Arbeit mit den Jugendlichen ist uns aufgefallen, dass die Teilnehmenden sich oft und gerne in ihrem eigenen Stadtteil bewegen, aber nur sehr wenig außerhalb. Dieses bestätigt auch die Studie von Prof. Dr. Talja Blokland (HU Berlin), die in der Siedlung geforscht und herausgefunden hat, dass Jugendliche sich in anderen Stadtteilen unwohl fühlen, weil ihnen das sichere Umfeld fehlt und sie u.a. oft Rassismus erfahren. Dabei entgehen ihnen viele (Bildungs-)angebote und Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen und Situationen.
Diese Beobachtungen brachten uns auf die Idee ein Planspiel zu entwickeln, das den Fragen nachgeht, wer welche Angebote in der Stadt wie nutzt, welche Orte für wen erschließbar sind, ob die eigene Stadt inklusiv ist und wenn nicht, wie sie inklusiv für unterschiedliche Gruppen von Menschen gemacht werden kann. Welche Hindernisse müssen dabei überwunden werden, welche Brücken gebaut werden?
Das Planspiel wird so aufgebaut sein, dass zunächst eine Betrachtung des eigenen Stadtteils und dann der gesamten Stadt erfolgt. Es wird untersucht, was, wie und wie oft genutzt wird und welche Bereiche den Teilnehmenden unbekannt sind. Als zweiten Schritt wird evaluiert, warum diese und jene Bereiche/Institutionen eher genutzt werden als andere und wie eine breitere Nutzung erfolgen kann. Der letzte Schritt setzt sich kreativ mit der Frage auseinander: Wie kann eine inklusive Stadt aussehen, so dass viele Menschen Zugang haben? Wie würde ich mir meine Stadt wünschen, was muss vorhanden sein, damit ich mich hier wohlfühle?
Unter dem Begriff inklusiv verstehen wir die Idee einer Teilhabe unterschiedlicher Gruppen, die durch die Art und Weise wie Stadtviertel und Städte gebaut sind von vielen Nutzungen ausgeschlossen sind z.B. Menschen mit Handicaps, Frauen und Mädchen, Geflüchtete, Tourist*innen und Menschen mit wenigen Deutschkenntnissen, Kinder und ältere Menschen und Menschen mit Rassismuserfahrungen etc.
So kann auf eine spielerische Art den Teilnehmenden nicht nur der Gedanke von einem inklusiven Miteinander, sondern auch von Diskriminierungen und Nichtteilhabe unterschiedlicher Art vermittelt werden.
Die Entwicklung und Durchsetzung der Methode wird auf eine partizipative Art stattfinden. Die Teilhabe wird dabei auf zwei Ebenen gefördert:
1. Bei der Entwicklung: Es ist angedacht, dass das Projekt durch eine*n Peer geleitet wird und die Methode mit den Jugendlichen aus der Werner-Düttmann-Siedlung durch regelmäßige Treffen entworfen und erprobt werden. Die KiGA hat jahrelange Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Methoden für die schulische und außerschulische Jugendarbeit und kann die*den Peer und die Gruppe daher sehr gut bei der Umsetzung unterstützen.
2. Beim Spielen: Das Spiel verdeutlicht, wie Stadtraum gemacht wird. Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit selbst als Akteuer*innen zu agieren und eigene Ideen einfließen zu lassen. Das Produkt kann als Idee zur Verbesserung der Stadtstruktur an zuständige politisch


Begründung der Jury:

Konkretes sozialraumorientiertes Angebot, das über die Spielentwicklung eine nachhaltige methodische Weiterentwicklung bewirkt.

Werkstatt der Musikvielfalt

J-ArtEck Jugendbildungsstätte e.V., Mitte

Förderbetrag: 14.900,00€
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 29.02.2020
Neuantrag
Thema: Ermöglichen eines Musikprojekts

In unserem Musikprojekt „Werkstatt der Musikvielfalten“ werden wir Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren unterschiedlicher Herkunft ermöglichen, aktiv an der kulturellen Bildung und deren Vielfalt in Berlin teilzunehmen. Wir möchten dazu beitragen, den sozialen Austausch der Teilnehmer/innen untereinander zu fördern und auch die Jugendlichen in der näher gelegenen Nachbarschaft aus dem Bezirk Mitte dazu einladen, beim Projekt mitzumachen. Die Teilnehmer/innen werden die Möglichkeit haben, ihre Interessen, Gemeinsamkeiten, Ziele, Wünsche und Freundschaften in einem Jugendorchester weiter auszubauen, was für ein starkes und haltgebendes Miteinander sorgen wird. Die Kompetenzen, die von den Mitgliedern des Orchesters erlernt werden, sind für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von großer Bedeutung.
Das Weiteren ist die Aufgabe vordergründig, Freude und Interesse an der Musik in Verbindung mit unterschiedlichen Kulturen zu wecken und zugleich aufzuzeigen, wo es in den Unterschieden diverser Kulturen doch auch Gemeinsamkeiten gibt. Die Teilnehmer/innen werden über diese reflektieren, um ein stärkeres Bewusstsein für ein friedliches Miteinander zu entwickeln. Musikalische Workshops, das Besuchen von Konzerten, praktische musikalische Übungen, der Austausch mit Musikschaffenden, Proben und gemeinsame Auftritte werden die Motivation für Projekt anregen und ihnen den historischen Hintergrund von Musik unter anderem aus den Herkunftsländern der Teilnehmenden nahebringen. Die J-ArtEck Jugendbildungsstätte, deren Sitz in Berlin Mitte ist, sieht einen Bedarf an kultureller Bildung und musikalischen Angeboten für Jugendliche in Mitte. Dieses Projekt wird Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien den Zugang zu Bildung, Kultur und Gesellschaft erleichtern. Die Kommunikation zwischen Teilnehmern/innen unterschiedlichen ethnischen und sozialen Hintergrunds wird durch gemeinsames Musizieren gestärkt. Für die Bildungs- und Musikaktivitäten stellen uns die Europäische Janusz-Korczak-Akademie e.V. und das Haus der Jugendarbeit und Jugendhilfe verschiedene Räumlichkeiten regelmäßig kostenlos zur Verfügung. Die Begegnungen werden jeden Sonntag von 12-18 Uhr in dieses Räumlichkeiten stattfinden. Außerdem werden an drei Wochenenden Workshops mit Musikexperten und Referenten organisiert und am Ende wird gemeinsam ein Konzert durchgeführt.
Mit Hilfe von informellen Bildungsmethoden und Musik aus verschiedenen Nationen und Ethnien sowie diverse Musikrichtungen, wie klassische, Jazz, Klezmer Musik, wird in unserem Projekt Stigmatisierungen, Vorurteilen und Diskriminierungen entgegengewirkt und vor allem das Verständnis für Vielfalt und Pluralität gemeinsam ausgebaut. Die Jugendlichen werden dazu eingeladen, eigene Initiativen und kreative Ideen basierend auf demokratischen Prinzipien zu entfalten und daher kann unser Projekt als eine Art „Werkstatt der Vielfalten“ bezeichnet werden, bei denen die Teilnehmer/innen mittels Instrumenten, Sprache, Theater und Gesang eigene kreative Projekte gestalten können. Abgesehen von den wöchentlichen kulturellen Unternehmungen, werden wir gerne am Ende des Projekts zusammen mit den Kindern ein Konzert organisieren, das insbesondere den Kindern eine Reflexion über ihre Stärken und erworbenen Kenntnisse im Rahmen des Projekts bieten soll. Für das Projekt sind ein/e Projektleiter/in, ein/e Projektassistent/in sowie zwei bis drei Pädagogen für verschiedene Instrumentengruppen vorgesehen. Am Projekt beteiligen sich zudem Freiwillige aus unseren Partnervereinen und unserem Freundeskreis.


Begründung der Jury:

Selbstorganisiertes jüdisches Alltagsleben und kulturelle Vielfalt soll gestärkt und sichtbar gemacht werden.

SpandOUR TURN - Beteiligungscamps

Kompaxx e.V. Jugendhilfe, Spandau

Förderbetrag: 14.975,42 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2019                                                    
Neuantrag
Thema: Durchführung von Beteiligungscamps

Im Jahr 2018 konnte durch eine bezirkliche Förderung das Peer-Netzwerk Spandau gegründet werden. Hauptziel dieses Angebotes ist es das gesellschaftliche Engagement von Jugendlichen im Bezirk durch die Anwendung des Peer-Ansatzes zu stärken. Ebenso soll eine Vernetzung der engagierten Kinder und Jugendlichen im Bezirk erfolgen und mit diesen gemeinsam geeignete Beteiligungsmöglichkeiten erarbeitet und erprobt werden. Während verschiedener Netzwerktreffen und verschiedener bezirklicher Beteiligungsverfahren wurde von den Kindern und Jugendlichen angesprochen, dass es aus ihrer Sicht an geeigneten Zugängen fehlt. Vielen Kindern und Jugendlichen fällt es schwer thematische Workshops, die an mehreren Tagen stattfinden, regelmäßig zu besuchen. Häufig ist zu beobachten, dass Kinder und Jugendliche nur an einzelnen Tagen die Workshops besuchen und somit eine Weiterarbeit an den Inhalten des vorherigen Workshops nur schwer möglich ist.
Gemeinsam wurde überlegt, wie geeignete Anreize für eine kontinuierliche Teilnahme geschaffen werden können. Es entstand die Idee Beteiligungscamps durchzuführen, welche unterschiedliche Altersgruppen ansprechen und verschiedene Themenschwerpunkte setzten.
Diese Idee wurde im Initiativkreis für Kinder- und Jugendbeteiligung, mit der Jugendförderung des Bezirksamt Spandau von Berlin, der Partnerschaft für Demokratie sowie in einem Austauschtreffen aller im Bezirk tätigen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit thematisiert.
Es wurde sich darauf verständigt, dass dies eine Idee ist, die erprobt werden soll. Die fünf angedachten Beteiligungscamps sollen in den unterschiedlichen bezirklichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit stattfinden. Im Wesentlichen sollen sich die Inhalte auf die bezirkliche und berlinweite Situation zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den unterschiedlichen Formaten beziehen. Ziel des Projektes ist es Zugänge zu schaffen, die die Ansprache, sowie die Möglichkeit der Meinungsbildung und Beteiligung, möglichst vieler verschiedener Kindern und Jugendlichen aus Spandau ermöglicht.
Dabei sollen die Beteiligungscamps zeitlich und inhaltlich auf die bereits im Bezirk vorhandenen Angebote abgestimmt werden. Durch verschiedene Aktivitäten, die im Vorfeld der Beteiligungscamps durchgeführt werden, wird sichergestellt, dass die Themen der Beteiligungscamps von Interesse für Spandauer Kinder und Jugendliche sind. So sollen die Beteiligungscamps beispielsweise Themen aufgreifen, die in den monatlichen Austauschrunden in den Jugendfreizeiteinrichtungen (durchgeführt durch das Peer-Netzwerk), im BarCamp (durchgeführt durch die JTW) und beim SV-Konkress (durchgeführt durch den BSA) aufkamen. Zum Jahresabschluss sollen dann alle Ergebnisse im Rahmen eines Jugendforums (durchgeführt von der Partnerschaft für Demokratie in Kooperation mit dem Peer-Netzwerk Spandau) zusammengetragen und präsentiert werden.
Dies setzt einen Abstimmungsprozess zwischen allen im Bezirk tätigen Akteuren voraus. Es wird angestrebt, dass bezirklichen Aktivitäten zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aufeinander abgestimmt sind und eine Vernetzung der verschiedenen Akteure zu diesem Zwecke stattfindet.


Begründung der Jury:

Der Ansatz setzt auf das bestehende Peer-Netzwerk mit einer dezentralen Struktur auf. Anregung: Ergebnisse sollen in die bezirkliche Politik und Fachöffentlichkeit zurückgspiegelt werden..

Speak out loud ! Künstlerische Manifest für die Stadt

Grips Werke e.V., Mitte                                                                                            

Förderbetrag: 15.000,00 €
Projektzeitraum: 05.08.2019 - 26.06.2020
Neuantrag
Thema: Künstlerische Umsetzung einer politischen Forderung


Politische Bildung für junge Menschen unter Zuhilfenahme künstlerischer Disziplinen.
Wir wollen junge Menschen dabei unterstützen, sich im politischen Diskurs gewaltfrei, deeskalierend und emanzipiert zu artikulieren und somit schon früh zu einer eigenen politischen Haltung zu gelangen.
Der unmittelbare Zusammenhang zwischen politischer Haltung und künstlerisch - kreativer Äusserung soll den Teilnehmenden durch theaterpädagogische und künstlerische Mitarbeiter*innen der GRIPS Werke vermittelt werden. In einer Welt, in der sich s.g. „alternative Fakten“ und „Fake-News“ in einer in den sozialen Netzwerken sich immer weiter verengenden Filterblase, scheinbar zu einer möglichst einfachen Alternative in der politischen Auseinandersetzung entwickeln, wollen wir so ein Gegengewicht setzen. Die GRIPS Werke und das GRIPS Theater haben eine lange Tradition in in der künstlerischen Darstellung und Umsetzung politisch relevanter Alltagsthemen des Zielpublikums, dass vor allem aus Kindern und Jugendlichen besteht.
In diesem Projekt sollen die Jugendlichen selbst die Themen bestimmen, die ihnen politisch wichtig sind.
Anhand einer Kernaussage sollen die verschiedenen Ebenen der politische Aussage spielerisch in Workshops untersucht werden, angeleitet von Theaterpädagog*innen und Künstler*innen der GRIPS Werke und des GRIPS Theaters. Angestrebt wird im Ergebnis eine künstlerische Umsetzung einer politischen Forderung, z.B. mit den Mitteln von Musik, Tanz, Schauspiel, Kostüm oder Text.
Politische Forderungen brauchen Öffentlichkeit.
In ingesamt 6 Folgen wollen wir viermal diese für die Teilnehmenden und ein interessiertes Publikum offenen Workshops durchführen und so zu einem künstlerischen Ergebnis kommen, welches wir zweimal auf der Bühne des Foyer des Podewil vor Publikum präsentieren wollen. Auch die Workshops finden schon auf der Bühne statt und sind sowohl teilnehmend, als auch zuschauend besuchbar und öffentlich. Jeder Workshop soll ein oder mehrere jeweils andere politische Themen und Forderungen zum Inhalt haben, damit die zwei Abende der Aufführungen möglichst politisch und künstlerisch breit aufgestellt sind. Weiterhin wird jeder Workshop zusammen mit den Teilnehmenden in ein bis zwei Treffen vorbereitet, z.B. um die politischen Themen und die bevorzugte künstlerische Umsetzung gemeinsam festzulegen. Zusätzlich dazu wollen wir am Ende der Projektzeit Teile dieser Forderungen in ihrer künstlerischen Umsetzung in den öffentlichen Raum geben, sprich nicht auf der Bühne, sondern auf der Strasse oder einem großen Platz aufführen .
Über unsere Kooperationspartner GRIPS Theater, „Jugendliche ohne Grenzen“ und Matondo Castlo wollen wir genauso Teilnehmende und Publikum generieren, wie über unsere eigenen Netzwerke aus unseren Jugendclubs und Nachwuchsformaten. Darüber hinaus ist es unser Ziel durch unsere Schulkontakte interessierte Schüler*innen für dieses neue Format zu interessieren. Stattfinden soll alles im Podewil in Berlin - Mitte, dort auf der Bühne des Foyers. Die Vorbereitungen finden in den Seminarräumen am gleichen Ort statt. Das Ganze ist Teil der Reihe „Wildes Palais“ der Kulturprojekte Berlin, innerhalb dessen das GRIPS Theater schon lange einen Slot füllt.
Unser Ziel ist es in diesem partizipativen Projekt die politische Haltung und Mündigkeit junger Menschen zu fördern, weit über die Möglichkeiten der rein inhaltlichen Vermittlung in der Schule hinausgehend. Wir lernen zusammen, dass das „Wie“ oft entscheidender im politischen Diskurs ist, als das „Was“. Gewaltfreie Kommunikation üben, Forderungen friedlich und fantasievoll zu stellen, mit künstlerischen Mitteln öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten, all das sind Themenfelder, die für ein gutes demokratisches Miteinander essentiell sind und dessen Erlernen normalerweise zu kurz kommt. Der Hinweis, dass in der aktuellen politischen Debattenkultur


Begründung der Jury:

Die Kombination zwischen Workshops und die Artikulierung von politischen Haltung in theatralischen Aufführungen an einem anerkannten Ort schafft Sichtbarkeit und Wirksamkeit der Anliegen der Jugendlichen.

Audream wird mobiler

SJD Die Falken, berlinweit

Förderbetrag: 14.061,00 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2019
Neuantrag
Thema: Erweiterung von der antirassistischen Bibliothek Audream

Mit der antirassistischen Bibliothek Audream setzen Jugendliche, die sich als junge Migrant*innen, Schwarze und Jugendliche of Color verstehen, für mehr Diversitätsbewusstsein in der deutschen Gesellschaft ein. Die Zusammenstellung von Büchern, die sich explizit der Erfahrungswelt von Kindern und Menschen, die aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Religion Ausgrenzung erleben, annimmt, bietet dabei die Ausgangslage sich in Lesungen und Workshops niedrigschwellig, aber gezielt den Themen Antidiskriminierung und Rassismus zu widmen.
Aktuell setzt sich das Team von Audream aus einer Gruppe von 12 Jugendl. zwischen 16-27 Jahren zusammen, die sich seit einigen Jahren ehrenamtlich bei den Falken Berlin engagieren.Die Bibliothek entstand aus ihrer Eigeninitiative. Nach kritischen inhaltl. Auseinandersetzungen mit den Fragen von Teilhabe u Integration u aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen haben sie festgestellt, wie wichtig gesellschaftliche Repräsentations- und Identifikationsmöglichkeiten sind. Daraufhin entschieden sie sich mit dem Bibliotheksprojekt für die Hör- und Sichtbarkeit ihrer eigenen Stimmen zu engagieren, indem sie sich auf die Suche machten nach Büchern, Zeitschriften und Filmen von Schwarzen Autor*innen u nach Werken, in denen die Perspektiven von migrantischen und Schwarzen Menschen und das Engagement gegen Rassismus im Mittelpunkt stehen.
In Form von thematischen Bücherkisten können diese angefragt u kostenlos ausgeliehen werden. Das Projekt lief sehr erfolgreich an, stieß auf viel Resonanz. Die ersten Anfragen gab es von Vereinen und Veranstalter*innen, die zu ihren Festen, politischen Konferenzen, Freizeitfahrten u Seminaren die Büchersammlung u gelegentlich auch das Audream-Team als inhaltl. Begleitung anfragten. Nach einem Zeitungsartikel in der taz und einem Videobeitrag des dpa, gab es zudem viele Anfragen von interessierten Eltern, Pädagog*innen und Lehrer*innen, die dringend auf der Suche nach eben solchen Angeboten waren.
Um der steigenden Nachfrage gerecht werden zu können und den Wirkungsgrad zu erweitern, entschloss die Gruppe sich mit dem Projektantrag „Audream wird mobiler“ einem Ausbau des Projektes zu widmen. Diese Projektphase soll von März-Dezember 2019 stattfinden.
Bisher konzentrierte sich das Angebot auf Kinderlesungen, Vorträge für Erwachsene, einzelne Workshops und den Verleih zu verschiedenen Anlässen und soll zukünftig um Lese-Workshops in Kindergärten und Schulen und Fortbildungsangebote für Multiplikator*innen ergänzt werden. Damit kann auf verschiedenen Ebenen eine Auseinandersetzung mit dem Thema Antirassismus stattfinden. Dabei geht es stets darum zu vermitteln, wie wichtig positive Identifikationsmöglichkeiten im Aufwachsen aller Kindern sind, wie Rassismus funktioniert und welche Handlungsmöglichkeiten und Strategien für und mit Kindern im Umgang mit grenzverletzenden Situationen entwickelt werden können. Voraussetzung für einen Ausbau des Angebots ist die kontinuierliche Weiterbildung des Teams zu Methoden diversitäts- und vorurteilsbewusster Pädagogik, die sich in der inhaltlichen Konzeption der Angebote wiederfindet und die Jugendlichen als Multiplikator*innen qualifiziert.
Für mehr Mobilität und Wachstum soll eine Sicherung und Fortführung des bisherigen Projekts, eine Erweiterung des Teams, eine Vergrößerung des Bibliotheksbestands und der logistischen Struktur und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit, stattfinden.
Durch umfangreiche Werbung und das gezielte Ansprechen von Vereinen und pädagogischen Fachkräften, soll sichergestellt werden, dass mit Audream viele Einsätze (Workshops, Lesungen, Präsentationen) und ein regelmäßiger Verleih der Bücher stattfinden. Wichtig ist dafür auch eine umfangreiche Überarbeitung der Homepage und die Erstellung einer online-Datenbank, die Einsicht- und Bestellmöglichkeiten erweitert.
Nicht außer Acht zu lassen ist das Resultat Kinder und Jugendliche an das Medium Buch (wieder-)heranzuführen und zu präsentieren.


Begründung der Jury:

Identifikation durch einschlägige Bücher und das Öffentlichmachen dieser Medien (Bücher) stellt eine plausible Herangehensweise zur Anti-Diskriminierung dar.

Akademie für junges Engagement

Demokratie & Dialog e.V., berlinweit

Förderbetrag: 14.989,92 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2019
Neuantrag
Thema: Multiplikatorenausbildung

Mit der „Akademie für junges Engagement“ möchten wir eine Qualifizierungsreihe für junge Engagierte in Berlin ins Leben rufen, um ehrenamtliches Engagement zu stärken. Auf der einen Seite gibt es in Berlin ein unglaubliches Potential an jungen Engagierten mit vielen Ideen. Oftmals fehlt Projektgruppen jedoch das Know How, um ihre Projektideen erfolgreich in die Tat umzusetzen und nachhaltig zu verankern. Auf der anderen Seite gibt es Weiterbildungsangebote für Engagierte, die sich aber vor allem an Hauptamtliche und ältere Menschen richten. Deshalb möchten wir eine Qualifizierungsreihe explizit für junge Ehrenamtliche und deren Themen und Bedarfe umsetzen. Zielgruppe sind also junge Engagierte oder solche, die es werden wollen, - von wenig bis viel Engagementerfahrung – die in Initiativen oder gemeinnützigen Organisationen aktiv sind. Bis Jahresende werden im Rahmen der Akademie acht voneinander unabhängige Workshops zu verschiedenen Themen durchgeführt. Die Themen zielen sowohl auf die Stärkung von Projektteams nach innen (z.B.: „Zusammenarbeit in und Führung von Projektgruppen“, „Teamentwicklung bewusst gestalten“ oder „Fundraising“) als auch auf die (Re-)Präsentation nach außen (z.B.: „Homepage leicht gemacht“, „Wie baue ich eine Marke auf?“ oder „Stop-Motion-Filme als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit“). Die Workshops selbst, durchgeführt von Expertinnen und Experten in den unterschiedlichen Themenbereichen, sind für vier Stunden am frühen Abend geplant und sollen eine Intensiveinführung darstellen. Im Anschluss ist ein offener Austausch und ein Ausprobieren geplant. Indem keine verbindliche Teilnahme an allen Modulen Voraussetzung ist, sollen möglichst viele junge Menschen erreicht und möglichst bedarfsgenau qualifiziert werden. Im Anschluss an die Qualifizierungen sollen zudem Handreichungen zu jedem Thema für einen nachhaltigen Wissenstransfer in die jeweiligen Engagementsphären der Teilnehmenden sorgen.


Begründung der Jury:

Würdigung von Ehrenamt und Selbstorganisation zur Multiplikatorenausbildung durch ehemalige Freiwillige. Ehemalige Freiwillige bilden Freiwillige aus.

Karame e.V., Mitte

Förderbetrag: 4.235,46 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 29.03.2019
Neuantrag
Thema: Graffitiprojekt zum Thema Antirassismus und Antidiskriminierung

Wir, die arabische Jugendeinrichtung Karame, möchten, um bestehende Beteiligungsprojekte in Moabit zu flankieren, anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus (11.-24.03.19) in Kooperation mit dem ZK/U, der Servicestelle Jugendbeteiligung und dem anliegenden Großmarkt Hamberger eine Jugendaktion zum Thema Rassismus / Diskriminierung anbieten. Wir möchten auf diese Weise bestehenden Entwicklungen hin zur fortschreitenden Enttabuisierung rechtspopulistischer und rassistischer Positionen entgegentreten und jugendliche in ihrer Positionierung gegen Rassismus und Diskriminierung stärken und ihnen kreative Protestformen näherbringen. Gleichzeitig soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, einen von Ihn sehr geschätzten Ort an zwei Tagen aktiv zu nutzen und mitzugestalten. Anknüpfend an die Interessen der Jugendlichen soll während der Internationalen Wochen (15. & 16.03.19) eine Graffiti-Aktion durchgeführt werden, bei der das Thema Rassismus / Diskriminierung auf kreative Weise verarbeitet werden. Im Rahmen eines von Künstler*innen angebotenen Workshops können junge Besucher*innen sich im Malen von Graffitis üben, anschließend findet ein Graffiti-Battle statt, bei dem die Künstler*innen gegeneinander antreten können. Für die Kunstwerke soll in Absprache mit dem Großmarkt Hamberger dessen Seitenwand genutzt werden, für das von den Künster*innen angeleitete Erlernen und Üben mit der Spraydose hingegen sind Leinwände vorgesehen. Um die Aktion abzurunden und auch das Interesse weiterer Besucher*innen zu wecken, ist eine musikalische Begleitung durch Hiphop-Djs, -Künstler*innen & -Newcomer geplant.


Begründung der Jury:

Interessant ist die Einbindung des Graffitiprojektes in das ZK/U zum Thema Antirassismus und Antidiskriminierung.

makeover:TEMPELhof – Jugendliche MACHEN Beteiligung

THF.VISION gUG, Tempelhof-Schöneberg

Förderbetrag: 15.000 €
Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.07.2019
Neuantrag
Thema: Förderung von Beteiligung und Mitbestimmung von jüngeren Menschen

Wir sind eine Gruppe von jungen Menschen, die sich für eine lebendige Entwicklung und Nutzung des Flughafengebäudes Tempelhof engagieren. Mit unserem Projekt “makeover:TEMPELhof” wollen wir jungen Menschen einen Rahmen bieten, in dem sie sich auf kreative und selbstorganisierte Weise in einen relevanten Berliner Partizipationsprozess einbringen und ihn sogar maßgeblich unterstützen und mitgestalten können.
Dafür wollen wir eine Projektgruppe mit bis zu zwanzig anderen jungen Menschen bilden, attraktive und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Events zur Aneignung und Partizipation planen, durchführen und für einen dreiwöchigen Zeitraum im Sommer 2019 einen Ort schaffen, der Strahlkraft entwickelt und möglichst viele Bürger_innen Berlins zum Mitmachen motiviert.
Anlass:
Seit Herbst 2017 läuft ein Partizipationsverfahren des Berliner Senats zur Entwicklung von Leitlinien für die künftige Nutzung des Flughafengebäudes. Allerdings findet kaum eine Beteiligung der Berliner_innen statt und von jungen Menschen geht die Beteiligung gegen Null. In Gesprächen fällt uns auf, dass die wenigsten Menschen je von diesem Partizipationsverfahren gehört haben. Damit mehr Menschen davon erfahren, dass es Möglichkeiten gibt sich einzubringen, entstand auf zivilgesellschaftlicher Seite die Idee zu einem „summer of participation“ auf dem Außengelände vor dem Flughafengebäude. Unser Projekt “makeover:TEMPELhof” ist als Kernstück dieses Sommers geplant und soll besonders die Beteiligung und Mobilisierung von Jugendlichen unterstützen.
In unserem Projekt gibt es zwei Stränge der Partizipation: Zum einen laden wir eine Gruppe junger Menschen zum Mitplanen und -gestalten der Events ein (Partizipation als Möglichkeit zum MitMACHEN und gemeinschaftlichem Gestalten), zum anderen wollen wir auch eine breite Beteiligung von Berliner Bürger_innen bei der Diskussion um die Leitlinien fördern (Partizipation als Möglichkeit zum politischen Handeln und Mit-Entscheiden).
Ort:
Obwohl das Flughafenareal insgesamt einen einmaligen Freiraum mit viel Platz für Visionen bietet, erweist sich die Öffnung und Entwicklung des Gebäudes selbst als schwierig: Denkmalschutz, Personalmangel und fehlende Gelder beschränken den Gestaltungsspielraum. Deshalb wollen wir für “makeover:TEMPELhof” vor allem die Außenflächen des Geländes nutzen. Welche Räume genau wir uns aneignen, entscheidet die Projektgruppe in Absprache mit der Gebäudeverwaltung (Tempelhof Projekt GmbH). Ein wichtiger Ausgangspunkt ist das Torhaus am Columbiadamm 10 (welches der Initiative thf.vision für Beteiligungsaktivitäten zur Verfügung gestellt wurde). Es soll in den drei Wochen zum “Tempel der Beteiligung” werden, und auch die Rasenfläche und Plätze um das Gebäude sind für temporäre Aktionen geeignet und verfügbar. Von dieser Basis ausgehend, können weitere Aneignungen und Events entwickelt werden.
WIR MACHEN ES ANDERS
Gerade wegen der vielen Herausforderungen, finden wir, dass für die Entwicklung eines Nutzungskonzept für das Flughafengebäude die Partizipation von jungen, kreativen Menschen und eine „Stadtentwicklung von unten“ viel beitragen kann. Wir glauben, dass dieser Ansatz das Potenzial mitbringt, neue Wege zu finden, Hindernisse abzubauen und neue Brücken zu bauen. Anstelle eines starren Konzepts wollen wir durch gründliche Vorarbeit und gute Abstimmung mit der Gebäudeverwaltung einen attraktiven Rahmen schaffen, der Selbstorganisation, frühzeitige Beteiligung und Mitbestimmung ermöglicht (Commoning). Eine weitere Qualität sehen wir darin, dass die Jugendlichen in der Projektgruppe selbst zu Multiplikator_innen werden und mit dem “Tempel der Beteiligung” unübersehbar zeigen können, wie sie sich die Zukunft des Flughafens Tempelhof vorstellen.
“Makeover:TEMPELhof” soll vor allem die Beteiligung und Mitbestimmung von jüngeren Menschen fördern und sie zum “Machen” ermutigen, andere Zielgruppen jedoch nicht vergessen. In der Vorbereitungsphase sollen sich die Teilnehmenden


Begründung der Jury:

Die Beteiligung von Jugendlichen rund um das Tempelhoferfeld ist bisher unterentwickelt und bekommt hiermit einen wichtigen Anschub um diesen Mangel im Gegensatz zu den Partizipationsangeboten für Erwachsene zu schließen.

Kinderstadt 2019- Demokratie erleben!

Kinderring Berlin e.V., Pankow

Förderbetrag: 8.440,00 €
Projektzeitraum: 05.04.2019 - 05.09.2019
Neuantrag
Thema: Erbauung einer Kinderstadt gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen

In einem Zeitraum von zwei Wochen, in den Sommerferien 2019 soll auf dem ASP Moorwiese ein Raum für Kinder und Jgl. von 8-14 Jahren geschaffen werden, wo diese aus ca. 300 Paletten ihre eigene Kinderstadt erbauen. Hierbei werden Grundsätze und Praxis von Bauspielplätzen mit dem Konzept der Kinderstadt in Verbindung gebracht. Im Vordergrund stehen demokratische Aushandlungsprozesse unter den Kindern, gekoppelt an realen Entscheidungen, die die Kinder in den täglichen Bürgerversammlungen gemeinsam fällen. Hierbei werden sie von Sozialpädagog_innen und Erzieher_innen, die mit dem Konzept vertraut sind, unterstützt. Die Kinderstadt setzt sich aus verschieden Hütten zusammen, die bestimmte Funktionen erfüllen. Jede Gruppe erhält eine erwachsene Begleitperson, die die Kinder unterstützt ihr Projekt umzusetzen. (Die Erwachsenen begleiten primär, um auf Sicherheit beim Bauen zu achten und bei Problemen zu helfen. Ansonsten ist es ein Ort für Kinder.) Darüber hinaus soll für weitere Jugend(sozial)arbeiter_innen und Erzieher_innen aus Pankow eine Fortbildung zum Thema „Demokratische Kinderstadt“, im Frühjahr 2019 durchgeführt werden. Ziel ist es hierbei das Wissen über Organisation, Durchführung sowie dem partizipativen Grundgedanken zu bekommen. Die Kolleg_innen bei der Fortbildung dazu animiert werden, konkrete Überlegungen zur Umsetzung in ihrer Einrichtung, anzustellen, damit das Konzept im Bezirk gestreut wird.
Die Kinderstadt soll in diesem Jahr breiter aufgestellt sein- geplant ist dass mindestens zwei weitere Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit an dem Projekt mitarbeiten.
Für die Mitarbeiter_innen dieser Einrichtungen ist die Teilnahme an der Fortbildung ebenfalls wichtig, damit sie das Konzept kennen und adäquat ausfüllen können.


Begründung der Jury:

Der Ansatz hat sich an anderen Orten bewährt. Der intergenerative Teil (Elternführungen) ist eine interessante Erweiterung.

Europa-Workshop für Jugendliche (AT)

Jugendpresse Deutschland e.V., berlinweit

Förderbetrag: 3.444,20 €
Projektzeitraum: 23.03.2019 - 18.04.2019
Neuantrag
Thema: Zusammenstellen einer Jugendredaktion rund um Europa

Anlässlich der Europa-Wahl Ende Mai 2019 planen die Jugendpresse Deutschland mit ihrem Medienprojekt politikorange und das Jugendportal jup! Berlin, gemeinsam eine Jugendredaktion zusammenzustellen, deren Artikel und Videos rund um Europa sowohl bei jup! als auch auf dem politikorange-Blog und auf den Social Media-Kanälen der Projektpartner erscheinen. Die Maßnahme soll zwei Vorbereitungstreffen sowie einen mehrtägigen Workshop im April beinhalten. Für die Auseinandersetzung mit dem Thema möchten wir neben der jorunalistischen Anleitung Experten für Input-Vorträge und auch interaktive Lern-Formate rund um das Thema Europa gewinnen.
Auch beim viertägigen Workshop als Höhepunkt des Gesamt-Projekts sind Lern- und Diskussionsveranstaltungen zu Europa und Demokratie sowie Fragestellungen, die vor allem jüngere und zukünftige Wählerinnen und Wähler betreffen, dabei jedoch auch ausreichend Zeit für Themenrecherche und Auseinandersetzung auch untereinander sowie betreuter Medienproduktion in Text und Video, geplant.


Begründung der Jury:

Kooperation im EU-U18-Wahl-Umfeld als sinnvolle Stärkung des U18-Netzwerks.

 

Newsletter abonnieren

Pressespiegel abonnieren

Der Versand erfolgt Montag bis Sonnabend jeweils bis 11:00 Uhr