Jugend-Demokratiefonds startet erste Förderrunde für 2020!

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1. Förderrunde 2015 des Jugend-Demokratiefonds Berlin

25.02.2015

Am Montag, dem 23. Februar 2015, tagte die Steuerungsgruppe des Jugend-Demokratiefonds Berlin und folgte der Fachjury in ihren Förderempfehlungen. Gleich 14 Projekten dürfen wir dazu gratulieren, dass sie die Jury überzeugt haben. Welche Projekte im Jahr 2015 aus Mitteln des Landesprogramms "STARK gemacht! - Jugend nimmt Einfluss" gefördert werden, erfahrt Ihr hier.

Bei über 50 Anträgen ist es aber leider auch so, dass die Fördermittel nicht ausreichen, um alle Projekte zu fördern. Wir bitten Euch dennoch, nicht den Kopf hängen zu lassen, falls es in dieser Antragsrunde nicht für Euch geklappt hat!

Für kleinere Förderbeträge bis max. 1.000 Euro ist es vielleicht eine Überlegung wert, die Idee in der Jugendjury des jeweiligen Bezirks einzubringen. Hier findet Ihr die Ansprechpartner_innen.

Außerdem findet Ihr laufend aktuelle Ausschreibungen von Förderprogrammen in den Neuigkeiten (aktuell etwa der mabb, des DKHW, des Programms "Kultur macht stark", der Stiftung Mitarbeit oder auch "Jugend Hilft").

Und schließlich werden wir die zweite Ausschreibung im Jahr 2015 schon im März veröffentlichen. Die Antragsfrist am 17. April erlaubt Euch, noch einmal mit dem Projektbüro Kontakt aufzunehmen und zu überlegen, wie der Antrag möglicherweise optimiert werden kann, damit Ihr in der zweiten Antragsrunde die Jury überzeugen könnt.

Doch nun gratulieren wir erst einmal folgenden 14 Projekten:

BottomUp2015 – Jugendgerechte Beteiligung auf allen Ebenen

Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf e.V.

Förderhöhe: 14.976 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2015
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten

2014 konnte das Kinder- u. Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf e.V. (KiJuB) durch die Förderung des Jugend-Demokratiefonds Berlin (Projekt "BottomUp"), systematisch am Aufbau von dezentralen Beteiligungsstrukturen im Bezirk arbeiten. Im Rahmen des Modellprojektes konnten viele positive Veränderungen erreicht werden. Der Ansatz, zeitgleich auf die drei Ebenen Kinder/Jugendliche, Fachkräfte sowie Politik/Verwaltung zu wirken, eriwes sich als sehr sinnvoll. In Zusammenarbeit mit Fachkräften aus den vier "lokalen Beteiligungsstellen" (Anlaufstellen in unterschiedlichen Stadtteilen zur Bildung von Kinder/Jugendbeteiligungsteams) konnten partizipative u. aktivierende Strukturen vor Ort aufgebaut werden. Damit ist für Kinder/Jugendliche eine Struktur entstanden, die es ihnen ermöglicht, ihre Anliegen u. Interessen direkt vor Ort einzubringen. Auf Ebene der Politik/Verwaltung konnte erreicht werden, dass sich Entscheidungsträger_innen intensiver mit den vorhandenen Beteiligungsstrukturen im Bezirk auseinandersetzten. Zum einen geht es in die Richtung, dass sich die Kultur des Austausches, zugunsten der Kinder/Jugendlichen verändern muss u. zum anderen wird nun eine ressortübergreifende Zusammenarbeit im Bezirksamt angestrebt.

Ausgehend von dieser erarbeiteten Grundlage soll im Rahmen des Projektes "BottomUp2015" weiterhin am Aufbau von Strukturen gearbeitet werden, die Kindern/Jugendlichen aus unterschiedlichsten Stadtteilen u. Kontexten eine direkte Mitwirkung an politischen Prozessen ermöglichen.
Zunächst ist geplant, weitere "lokale Beteiligungsstellen" zu gewinnen, damit auch in zusätzlichen Stadtteilen "Kinder/Jugendbeteiligungsteams" gegründet und durch Fachkräfte begleitet werden können. Diese Fachkräfte werden in das bestehende Netzwerk eingebunden.

Neues Filmmaterial soll die Anliegen von Kindern/Jugendlichen darstellen. Der Prozess soll zudem am Ende des Jahres in Form einer weiteren Dokumentationsbroschüre transparent gemacht werden. Mit dem geplanten Fachforum wird die Projektidee durch Referent_innen und Teilnehmende auch über die Bezirksgrenze diskutiert und getragen.

Die Jury hat die Modellhaftigkeit einer bisher erfolgreichen bezirklichen Strategie überzeugt und deren Vermittlung an andere bezirkliche Beteiligungsbüros.

Kontakt:
Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf e. V.
Machnower Straße 4 | 14165 Berlin
Tel.: 815 81 02
E-Mail: mail@kijub-berlin.de
Web: www.kijub-berlin.de | www.facebook.com/KinderundJugendbueroSZ

ChoG Kids – unser Platz, unser Spiel, unsere Stadt

Champions ohne Grenzen e.V.

Förderhöhe: 15.000 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz/Demokratie

Der Verein ChoG - CHAMPIONS ohne GRENZEN e.V. – Interkulturelle Sportprojekte für und von Flüchtlingen widmet sich dem Problem der Isolation und Desintegration von Asylsuchenden in Deutschland und dem einhergehenden Fehlen einer nachhaltigen und allumfassenden Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Durch seine Aktivitäten kompensiert der Verein die fehlende Breitensportinfrastruktur und Möglichkeit für gesundheitliche Präventivmaßnahmen für Asylsuchende. Nach zwei erfolgreichen Jahren Projektarbeit unter dem Dach von „…weil Fussball verbindet!“ e.V. ging mit CHAMPIONS ohne GRENZEN im Frühjahr 2014 ein Verein mit eigener Corporate Identity hervor, der an die bisherige Projektarbeit anknüpft.

Das Ziel ist es eine Grundlage zu schaffen, um Flüchtlingskinder in reguläre Freizeit- und Vereinsstrukturen zu integrieren und ihnen damit eine Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Das Trainingsangebot wird immer im Tandem durchgeführt werden, d.h. ein sozialpädagogisch- bzw. kindertrainingserfahrene Person plus einem jungen volljährigen Flüchtling aus dem Projekt „CHAMPIONS ohne GRENZEN“. Dieser kann dadurch Kompetenzen erwerben, die ihm in seiner sozialen und beruflichen Entwicklung und damit bei der Integration in die Gesellschaft stärkt.

Die jungen erwachsenen Flüchtlinge fungieren als Vorbilder, die trotz ihres Flüchtlingsstatus’ verantwortungsvolle Tätigkeiten ausfüllen, als CHAMPIONS selbstbestimmt ihre Freizeit bestreiten und rege Kontakte zu Einheimischen pflegen.

Die Jury hält die positive integrative und fördernde Wirkung des Projektes für förderungswürdig in diesem aktuellen Problemfeld.

Kontakt:
CHAMPIONS ohne GRENZEN e.V.
Danziger Straße 130 | 10407 Berlin
E-Mail: info@championsohnegrenzen.de
Web: championsohnegrenzen.de | www.facebook.com/championsohnegrenzen

Eastercup Berlin-Moabit 2015

BC Lion Moabit e.V.

Förderhöhe: 4.000 Euro
Projektzeitraum: 01.02. – 30.04.2015
Thema: Förderung des ehrenamtlichen Engagements

Die Gründer des Basketballvereins BC Lions Moabit 21 organisieren und veranstalten jährlich ein internationales Jugendbasketballturnier. Das Turnier wurde erstmals 2013 in Kooperation mit dem ASV Moabit ausgerichtet, mit dem Ziel der Förderung von Integration und Inklusion von Jugendlichen im sozialen Brennpunkt von Berlin-Moabit.

Das Turnier steht unter dem Motto "von Kindern für Kinder.." und fand 2014 mit ca. 1.200 Teilnehmenden aus Berlin, Europa und Deutschland statt. Das Turnier wird 2015 vom 2. bis 6. April in Berlin-Moabit in sieben verschiedenen Sporthallen stattfinden. Damit wird in der dritten Auflage aufgrund der positiven Resonanz und der starken Steigerung der Teilnahmezahlen eine neue Dimension des integrativen Jugendsportevents in Berlin-Moabit erreicht.

Von Kindern für Kinder bedeutet, dass Moabiter Kinder und Jugendliche, im Alter von 11 bis 17 Jahren und aus über 60 verschiedenen Herkunftsländern, das Turnier konzeptionell organisieren, vorbereiten und durchführen. Ihnen wird hiermit die Möglichkeit gegeben über die Osterfeiertage bzw. Schulferien direkten Einfluss auf IHR Turnier sowie durch den europaweiten Kontakt indirekt und langfristig Einfluss auf Ihren Bezirk zu nehmen.
Die Erfahrung durch Arbeit etwas im sozialen Umfeld zu bewirken geht weit über den sportlichen Rahmen hinaus und fördert den Gedanken des Gemeinwesens sowie den persönlichen Ehrgeiz. Gleichzeitig wird die soziale Kompetenz verbessert und das ist u.a. das Hauptziel.

Die Jury bewertet den Beteiligungsgrad dieser Sportinitiative als hoch und beispielhaft.

Kontakt:
E-Mail: ikw-ostercup-moabit@email.de
Web: ostercup-moabit.jimdo.com | facebook.com/IKW.Eastercup

Fight for your Right! Kinderrechte – Weltweit!

Sozialpädagogische Arbeit im Kiez e.V.

Förderhöhe: 13.200 Euro
Projektzeitraum: 15.03. – 31.12.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Die Kinderrechte (UNO-Konvention 1989) bilden den inhaltlichen Rahmen für Workshops und Veranstaltungen, welche Eltern, Kinder, Lehrer_innen u.a. sensibilisieren sollen für die Belange von Kindern hier und weltweit und für Kinder, die bei uns Schutz vor Krieg und Katastrophen suchen. Die Idee setzt Aktivitäten fort, die 2012 über respectABel starteten und zwei Jahre vom LAP getragen wurden.

Im Projekt kooperieren drei Jugendfreizeiteinrichtungen, das Jugendamt Lichtenberg, vier Grundschulen, ein Medienprojekt und eine Wohnungsbaugenossenschaft. Drei Hip-Hop-Künstler sind die Workshop-Leiter. Mit Klassenaktionen an Schulen und regelmäßigen Workshops (Graffiti, Rap und Breakdance) werden Kinderrechte kreativ vermittelt. Die Workshops finden an den drei Jugendfreizeiteinrichtungen statt. Die Ergebnisse sollen Basis für Bühnenveranstaltungen sein. An Schulen und im Festsaal der HU-WBG werden Kinderkonferenzen durchgeführt, zu denen Politiker_innen sowie die Öffentlichkeit eingeladen werden. Sechs Kinder werden im Vorfeld zur Kinderrecht-Moderator_innen ausgebildet und führen durch die Veranstaltungen.

Die "verbrieften" Kinderrechte bilden hierbei die inhaltliche Grundlage. Nicht die Kenntnisvermittlung und die Propagierung der Kinderrechte stehen im Mittelpunkt, sondern die lebendige Auseinandersetzung mit den dahinter stehenden Themen.

Die Jury möchte das breite Netzwerk stärken und hält die Kinderrechte für einen zentralen Ausgangspunkt für Beteiligungsaktivitäten.

Kontakt:
Sozialpädagogische Arbeit im Kietz SPIK e.V.
Am Berl 15 | 13051 Berlin
Tel.: 920 75 19
Web: www.spikev.de | www.facebook.com/HIPHOP.Kinderrechte

Flucht & Migration

Katharina Strutynski

Förderhöhe: 2.813 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.07.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Seit es die Unterkunft für Geflüchtete an der Späthstraße (Neukölln) gibt, wollen Jugendliche an der Fritz-Karsen-Schule helfen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist eine Arbeitsgruppe entstanden, in der Jugendliche sich wöchentlich treffen und sich damit beschäftigen, was sie machen können, um das Leben der Kinder im Heim zu verbessern. Der Plan ist, im 2-3-Wochen-Takt für die Jugendlichen Ausflüge zu organisieren.

Ziel des Projekts ist es, eine langfristige, zuverlässige Struktur aufzubauen, die den Jugendlichen im Heim

  • eine Willkommenskultur vermittelt,
  • für eine Zeit ihre Ängste und Sorgen vergessen lässt,
  • die Möglichkeit bietet, mit anderen Gleichaltrigen auf Augenhöhe in Kontakt zu kommen

...und außerdem bei den Jugendlichen der Fritz-Karsen-Schule

  • Vorurteile abbaut, die es gegenüber Geflüchteten gibt,
  • soziales, ehrenamtliches Engagement stärkt, dass über die Schule hinaus weitergeführt wird,
  • sich ihrer Selbstwirksamkeit bewusst zu werden, indem jenseits von Noten und Leistung Anerkennung für ihre Arbeit zu erfahren.

Über das Projekt „Schule ohne Rassismus“ soll zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt des Projekts anderen Schulen angeboten werden, von dem Projekt zu berichten und Tipps für ähnliche Aktivitäten zu geben.

Die Jury war von dem konkreten, niedrigschwelligen Projekt zur Willkommenskultur und "Orientierungshilfe" überzeugt.

Gemeinsam stark in Köpenick

Rabenhaus e.V.

10.500 Euro
Projektzeitraum: 09.03. – 31.07.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz/Demokratie

Geplant ist ein Projekt zum Thema „rechte Strukturen im Bezirk Treptow-Köpenick“ und „Flüchtlingsunterkünfte“ mit Schüler_innen der siebten bis neunten Klassen in diesem Bezirk. Die Lage in Treptow-Köpenick spitzt sich zu, was sich besonders in der aktuellen Auseinandersetzung mit der neuen Flüchtlingsunterkunft in Köpenick sowie allgemein im Zulauf rechter Bewegungen zeigt. Aufgrund dieser Entwicklungen gibt es im Bezirk einen besonderen Bedarf an politischer Bildung.

Zielgruppe des Projekts sind Schüler_innen der Sekundarschulen, die nicht unbedingt über rechte Strukturen und die Auswirkungen in ihrem Umfeld Bescheid wissen. Um möglichst viele verschiedene Jugendliche zu erreichen, möchte das Projektteam direkt in die Klassen gehen. Mit Unterstützung des Projektteams sollen die Schüler_innen eigene Ideen einer Willkommenskultur entwickeln und somit den rechten Stukturen entgegenwirken. Des Weiteren werden die Schüler_innen über Strukturen der Flüchtlingshilfe in ihrem Bezirk aufgeklärt und lernen Jugendorganisationen, die sich gegen Rechts engagieren, kennen. Pro Klasse sind drei bis fünf Projekttage geplant.

Konkrete Handlungsideen, wie z.B. ein Deutsch-Lern-Café oder ein Fußballklub, sollen dabei von den Schüler_innen selbst entwickelt werden. Sie sollen sich mit anderen Akteuren vernetzen und zu einer nachhaltigen Willkommenskultur beitragen.

Die Jury sieht einen großen Bedarf an praktischer Auseinandersetzung mit Flucht und Flüchtlingen in Verbindung mit praktischen Kennenlern- und Unterstützungsangeboten. Dabei überzeugte dieser Antrag besonders.

Kontakt:
Rabenhaus e.V.
Puchanstraße 9 | 12555 Berlin
Tel.: 65 88 01 63
E-Mail: info@rabenhaus.de
Web: www.rabenhaus.de | Facebook

Jugendmediencamp 2015

Jugendpresseverband Brandenburg e.V.

Förderhöhe: 5.500 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 03.06.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Seit mehr als zwanzig Jahren findet zu Pfingsten auf dem Kratzeburger Zeltplatz “Naturfreund” in Mecklenburg-Vorpommern das Jugendmediencamp (JMC) statt. Dazu reisen alljährlich rund 200 Teilnehmer_innen an, um sich Grundlagen im Umgang mit Medien anzueignen. Der Großteil (ca. 60%) der Teilnehmenden kommt aus Berlin.

Ausgerichtet wird das JMC vom Jugendpresseverband Brandenburg e.V. Das 20-köpfige, junge Organisationsteam, bereitet das JMC für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-25 Jahren vor. Das Team bildet sich in der neunmonatigen Vorbereitungszeit selbst weiter, z.B. in Projekt- und Konfliktmanagement oder Kinder- und Jugendschutz. Für die Teilnahme am JMC ist es egal, ob die Jugendlichen schon Erfahrung mitbringen oder Neueinsteiger in die mediale Welt sind. Die Teilnehmenden können zwischen etwa 15 verschiedenen Workshops in den Kategorien Bild, Ton, Wort & Gesellschaft sowie (Ein-)Wirkung wählen.

Um dabei ein altersgerechtes Arbeiten zu ermöglichen wird dabei nach dem Prinzip der Peer-to-Peer-Education gearbeitet – unter Anleitung von jungen Erwachsenen oder Jugendlichen. Am Abschluss ihrer Arbeit steht dabei aber immer ein Werk – ein Produkt, das die Teilnehmer_innen selbstständig erarbeitet haben und in dem sie ihre eigenen Gedanken umsetzen.

Die Jury hat überzeugt, dass das Projekt bereits viele Jugendliche erreicht und aktiviert hat. Dabei wurde das Konzept weiterentwickelt und stellt ein positives Beispiel von Beteiligungskultur in der digitalen Gesellschaft dar.

Kontakt:
Jugendpresseverband Brandenburg e.V.
Schulstraße 9 | 14482 Potsdam
Tel.: 0331 - 279 73 20
E-Mail: info@jpvb.de
Web: www.jpvb.de | facebook.com/deinjpvb

Jugendrechte Club Spandau

Kompaxx e.V. Jugendhilfe

Förderhöhe: 15.000 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2015
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten

Das Projekt JugendrechteClub Spandau verbindet Jugendhilfe und Schule und aktiviert demokratische und soziale Handlungs- und Gestaltungskompetenzen. Junge Mentor_innen lernen während einer dreitägigen Ausbildung nicht nur ihre eigenen Rechte und die anderer Jugendlicher kennen, sondern auch die Bedeutung, sich für deren Umsetzung eigenverantwortlich, solidarisch und ideenreich einzusetzen. Neben Präsentationen, kreativem Erarbeiten der Kinderrechte und Raum für Diskussionen werden ideenreiche Methoden aus der Kinderrechts- und Menschenrechtsbildung trainiert.
Die ausgebildeten Mentor_innen erhalten ein Zertifikat, das sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können.

Mit ihren während der Ausbildung erlangten Kompetenzen entwickeln die jungen Mentor_innen in den darauffolgenden Monaten aus den o.g. Modulen Kinderrechte-Workshops für Grundschulen.

Das Vorgängerprojekt Beteiligungsbrücken (AktionsraumPlus 2013-2014) hat einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Sicherung dieser Beteiligungsrechte im Bezirk geleistet. Nun gilt es, die darin gewonnenen Erkenntnisse in praktischen Handlungsschritten weiterzuführen.

Da der Initiativkreis Kinder- und Jugendbeteiligung in Spandau derzeit gemeinsam mit dem Jugendhilfeausschuss Spandau eine Beschlussvorlage für die BVV zur Einrichtung einer Stabstelle eines Kinder- und Jugendbeauftragten in Spandau erarbeitet hat, kann das Projekt JugendrechteClub Spandau ab 2016 möglicherweise im Rahmen dieser Stelle bezirksweit koordiniert werden.

Die Jury hat der längerfristige Aufbau und die Perspektive dieses Projektes für eine Beteiligungsstruktur im Bezirk Spandau überzeugt, sowie die große Zahl und Vielfalt der Kooperationspartner.

Kontakt:
Kompaxx e.V. Jugendhilfe
Viktoria-Ufer 4 | 13597 Berlin
Tel.: 33 77 38 40
E-Mail: kompaxx@kompaxx.de
Web: kompaxx.de | facebook.com/beteiligungsbruecken

Junger Bildungskongress 2015

Was bildet ihr uns ein? e.V. i.G.

Förderhöhe: 7.814 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2015
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten

Ausgehend von der Idee, politische Veränderungen durch die Beeinflussung von Diskursen zu erreichen, engagiert sich der Verein "Was bildet ihr uns ein?", dessen Mitglieder Schüler_innen, Studierende und Promotionsstudent_innen sind, in der Debatte um Bildungspartizipation und -gerechtigkeit. Durch einen Blog, Aktionen, Vorträge und Veranstaltungen macht der Verein auf die Misstände des deutschen Bildungssystems aufmerksam und bieten jungen Menschen eine Plattform, um ihre Probleme und Visionen für ein besseres Bildungssystem einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen. Denn Bildungspolitik, die maßgeblich die junge Generation betrifft, findet derzeit nahezu ohne deren Beteiligung – den Bildungsbetroffenen – statt.

Auf dem Bildungskongress werden in Form von Zukunftswerkstätten, Open Spaces und mit viel Raum für Vernetzung der Teilnehmer_innen verschiedene Bildungsthemen zur Diskussion gestellt – von frühkindlicher Bildung über Schule, Hochschule, berufliche Bildung bis hin zu Weiterbildung und non-formaler Bildung.

Um auch Menschen die Beteiligung zu ermöglichen, die nicht zum Bildungskongress anreisen können, wird die Veranstaltung durch die Pressegruppe multimedial begleitet: Via Livestream, Twitter und Facebook werden Kernaussagen verbreitet und zur Diskussion gestellt, um die Social-Media-Reaktionen wiederum in die Veranstaltungen einfließen zu lassen.

Die Jury war von den Ergebnissen des 1. Kongresses 2014 (ohne JDF-Förderung) beeindruckt und möchte die Selbstorganisation stärken.

Kontakt:
E-Mail: info@wasbildetihrunsein.de
Web: wasbildetihrunsein.de | facebook.com/WasBildetIhrUnsEin |

peers@neukölln – Jugendredaktion + Rechtsmodul

Netzwerk Zukunft e.V.

Förerhöhe: 14.887 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.12.2015
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate

In der Kinder-und Jugend(sozial)arbeit werden zu viele Angebote und Hilfen für Jugendliche und Kinder und zu wenige von jungen Menschen geplant und durchgeführt. Um das zu ändern, hat sich peers@neukölln gegründet und bringt seit Mitte 2013 den Peerhelper-Ansatz im Bezirk voran. Dieser Antrag soll helfen, gute Peerhelper Projekte zu bewahren, den Peerhelper-Ansatz weiter "in die Fläche" (Neukölln und Berlin) zu bringen, eine neue zentrale Jugendredaktion (Print / Facebook, Youtube) beim Kinder- und Jugendbüro Neukölln aufzubauen, um das schwierige Thema Öffentlichkeitsarbeit bei Jugendprojekten zu "beackern".

Weiterhin sollen auch die im letzten Jahr entstandenen Fragen zum Thema Haftpflicht, Aufsichtspflicht, Umgang mit Konflikten sowie Aufwandsentschädigung von Peerhelpern, die in der Regel im Teenager-Alter sind, geklärt werden.

Das Antragsnetzwerk, eine Gruppe von 2013 ursprünglich 8 und inzwischen 13 Clubs/Projekten, hat sich zusammengeschlossen, um Förderstrukturen für Peers zu entwickeln, Peerhelper aus verschiedenen Ethnien, Kulturen und auch benachteiligten Schichten zu gewinnen, aus- und fortzubilden. Sie sollten ermutigt werden, selbst etwas auf die Beine zu stellen sowie Jugendinteressen in ihren Institutionen (Club/Schule) zu vertreten. Peerhelper stellen zunehmend Anträge für den bezirklichen Aktionsfonds (Berliner Jugenddemokratiefonds - Programmbereich 2), machen diesen im Bezirk bekannt oder werden Clubbeirat.

Inzwischen haben 34 Peerhelper das Peerhelper-Basismodul absolviert. Die meisten sind nach 16 Monaten noch aktiv, es gab wenig Wechsel. Wichtig für die Kontinuität des Engagements sind Aufwandsentschädigungen in Taschengeldhöhe. Sechs neue Einrichtungen/Projekte wurden als Mitstreiter gewonnen, zwei verloren.

Die Jury hat die langfristige Entfaltung des peer-Ansatzes und seine konsequente Ausrichtung auf eher bildungsferne Jugendliche positiv beeindruckt.

Kontakt:
NETZWERK ZUKUNFT e.V.
Knoten Berlin-Neukölln
c/o Stadtvilla Global
Otto-Wels-Ring | 12351 Berlin
Web: www.neukoelln-jugend.de/peers

STARK-TV – Eure Videostatement-Plattform (Part 3)

Kiezspinne FAS e.V.

Förderhöhe: 4.000 Euro
Projektzeitraum: 01.04. – 31.12.2015
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate

Nachdem im Jahr 2013 und 2014 die Aufbauarbeit für das Videoportal „STARK-TV“ geleistet wurde, geht es nun darum, das Projekt insofern auszubauen, dass es am Ende komplett geöffnet und damit als Beteiligungsportal an die Öffentlichkeit „übergeben“ werden kann.
Ziel ist es, dass die Videokampagne sich durch viele Beteiligungen von Jugendlichen in Form von Videostatements schlussendlich zu einem Selbstläufer entwickelt.

Um dies zu erreichen, wird das bestehende statische Design des Blogs zunächst durch ein responsives Design für mobile Endgeräte ersetzt. Die Plattform soll zudem so vereinfacht werden, dass Jugendliche jederzeit und möglichst schnell ein Videostatement zu einem bestimmten Thema in den Videokanal einstellen können. Das Thema des Videoportals wird geöffnet und beschränkt sich nicht mehr allein auf das Thema „Toleranz“. Jugendliche sollen selbst ihre „Brennpunkt-Themen“ festlegen können, z.B. „Was stört mich an meiner Schule?“, „Was wollte ich schon immer zum Thema Liebe sagen?“ oder ähnliches...

Eine vorstellbare Möglichkeit für die Zukunft ist auch die Verlinkung/ Einbindung des Projektes mit dem geplanten Berliner Beteiligungsportal.
Die Jury möchte dem Projekt, in dem Jugendliche niedrigschwellig ihre Videostatements veröffentlichen können, durch diese Abschlussförderung Selbständigkeit ermöglichen.

Kontakt:
Margit Schwabe
Medienkompetenzzentrum Lichtenberg "Die Lücke" (Kiezspinne FAS e.V.)
Schulze-Boysen-Str. 38 | 10365 Berlin
Tel.: 55 49 18 94
E-Mail: info@die-luecke.de
Web: www.die-luecke.de | www.tv.stark-gemacht.eu | www.facebook.com/StarkTv

U 28 – So tickt Politik in Berlin

BDKJ – Trägerwerk Berlin e.V.

Förderhöhe: 7.550 Euro
Projektzeitraum: 01.04. – 31.12.2015
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate

Das Projekt „U28 – So tickt Politik in Berlin!“ soll an das von STARK gemacht! geförderte Pilotprojekt "U28 - Die Zukunft lacht" aus dem Jahr 2014 inhaltlich anknüpfen und dessen Nachhaltigkeit sicherstellen. Ziel ist es, aus den Bedürfnissen und Äußerungen der Teilnehmenden zu lernen und ihre Anregungen in dem neuen Projekt aufzunehmen. Dabei soll die bisherige Marke „U28“ weitergenutzt werden, aber ein komplett neues Konzept für die Bildungsarbeit angewendet werden.

Beteiligungsmöglichkeiten im Land Berlin sollen anhand einer konkreten Projektarbeit vermittelt werden. Ziel ist es, Jugendlichen Partizipationsmöglichkeiten in Berlin nicht nur theoretisch aufzuzeigen, sondern im Sinne von "learning by doing" konkret erfahrbar zu machen. Dabei sollen einerseits gemeinsam mit den Teilnehmenden unterschiedliche vorhandene Methoden zur praktischen politischen Bildungsarbeit kennengelernt, ausprobiert und evaluiert werden, andererseits sollen die Teilnehmenden eigene Konzepte für die lebendige Wissensvermittlung über politische Entscheidungsprozesse und die Einflussmöglichkeiten junger Menschen entwickeln und in der Praxis erproben.

Trotz ausgeprägten persönlichen Interessen an gesellschaftspolitischen Fragen fehlen Jugendliche häufig die Wege und Optionen ihre Wünsche und Ideen einzubringen. Das Projekt möchte hier Vorschläge gemeinsam mit der Zielgruppe erarbeiten. Im Vorgängerprojekt stellten die Jugendlichen durch eigene Recherchen und Gespräche fest, dass es an kreativen und zielgruppengerechten Methoden für die außerschulische politische Bildungsarbeit mangelt. Die Beteiligungsmöglichkeit für die Teilnehmenden wird grundsätzlicher Natur sein, da sie sich sowohl den Themenschwerpunkt als auch die Methoden und den Kommunikationsweg für die möglichen Ergebnisse selbst erarbeiten.

Die Jury findet die Überlegungen und die praktische Anwendung zu einer Neuausrichtung der politischen Einflussmöglichkeiten des Jugendverbandes förderwürdig.

Kontakt:
Marcel Hoyer
E-Mail: marcel.hoyer@bdkj-berlin.de
Web: www.bdkj-berlin.de | www.facebook.com/bdkj.berlin

WIR HIER! Kein Platz für Muslimfeindlichkeit

LA RED Vernetzung und Integration e.V.

Förderhöhe: 15.000 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.11.2015
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Eine in der Vergangenheit wenig beachtete und bearbeitete Form der Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit findet sich innerhalb der nichtmuslimischen Migrantencommunities in Deutschland, z.B. russischer, polnischer, spanischer, serbischer, kroatischer, italienischer und griechischer Herkunft. Mehrheitlich christlich geprägte Einwanderungsgruppen bringen nicht selten gewachsene Vorurteilsstrukturen und tradierte feindselige Einstellungsmuster bereits aus ihren Heimatländern mit, die hier unter den besonderen Bedingungen der Einwanderungssituation entweder verstärkt werden oder einfach in der täglichen, sozialräumlichen "Verteilungskonkurrenz" um knappe Ressourcen wie Ausbildung, Arbeitsstellen oder Wohnraum, entstehen und/oder offen zutage treten.

In diesem bislang wenig bearbeiteten Handlungsfeld geht es darum, wirksame Formen der Information und Aufklärung sowie der primären und sekundären Prävention für junge Menschen zu entwickeln sowie Begegnung und Austausch zwischen nicht-muslimisch und muslimisch geprägten Organisationen über aktive Vernetzungsarbeit zu entwickeln. Weiterhin werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren konzeptionell und methodisch qualifiziert. Auch soll das bisher kaum vorhandene empirische Wissen im Handlungsfeld ausgebaut werden.

Das Projekt verfolgt einen partizipativen Ansatz der engen Zusammenarbeit von Migrantencommunities bzw. Interessensvertretungen und Verbänden. Mit seiner Umsetzung durch nicht-muslimisch geprägte Migrantenorganisationen

  • bezieht es diese als neue Akteure in die Auseinandersetzung mit Muslim-/Islamfeindlichkeit ein,
  • führt zum thematischen, nachhaltig wirksamen Kompetenzaufbau bei diesen Organisationen, 
  • ermöglicht communityübergreifende Vernetzung zwischen nicht-muslimisch und muslimisch geprägten Migrantenorganisationen und 
  • schafft einen bisher im Themenfeld kaum vorhandenen Zugang zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund in deutschen Großstädten.

Die Jury hält in der aktuellen Lage diesen breit gefächerten Ansatz für sinnvoll und möchte ihn durch die Ko-Finanzierung ermöglichen.

Kontakt:
La Red – Vernetzung und Integration e.V.
Gaillardstr. 1 | 13187 Berlin
E-Mail: la-red@la-red.eu
Web: www.la-red.eu | www.facebook.com/laredberlineV |

Zachor – Erinnerung. Auf den Spuren H. Pick-Goslars

Anne Frank Zentrum Berlin e.V.

Förderhöhe: 10.890 Euro
Projektzeitraum: 01.03. – 31.11.2015
Thema: politisch-historische Bildung

In diesem wichtigen Gedenkjahr soll mit einem besonderen Projekt an die Familie Goslar erinnert werden. Hannah Pick-Goslar war die beste Freundin Anne Franks. Die Familie Goslar ging 1934 von Berlin aus ins Exil nach Amsterdam, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Am letzten frei gewählten Wohnort der Familie, »In den Zelten« in Berlin-Tiergarten (heute ganz in der Nähe des Bundeskanzleramts gelegen) sollen drei Stolpersteine verlegt werden, denn zurzeit ist kein Mahnmal vorhanden, dass an die Familie erinnert. Dies soll in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und der Zeitzeugin Hannah Pick-Goslar geschehen. Hannah Pick-Goslar wird als Zeitzeugin aus Israel eingeladen. Sie soll vom 7. Juni bis zum 11. Juni 2015 zusammen mit einer Begleitperson in Berlin sein und an der öffentlichen, feierlichen Gedenkzeremonie zur Verlegung der Stolpersteine am 9. Juni teilnehmen.

In pädagogischen Workshops möchten sollen die Jugendlichen anregt und dabei unterstützt werden, sich aktiv mit ihren Ideen zur Erinnerungskultur einzubringen und sich für die Erinnerung an die Geschichte zu engagieren. Durch die politisch-historische Bildung soll Vielfalt und Toleranz in der gegenwärtigen Gesellschaft fördert werden.

Das Projekt wird organisiert und durchgeführt von drei Freiwilligen, die derzeit im Anne Frank Zentrum tätig sind.

Die Jury sieht die Begegnung mit Zeitzeugen als wichtige Maßnahme der historisch-politischen Bildung zur Shoah an, solange dies noch möglich ist.

Kontakt:
Anne Frank Zentrum e.V.
Rosenthaler Straße 39 | 10178 Berlin
Tel.: 288 86 56 00
E-Mail: zentrum@annefrank.de
Web: www.annefrank.de | www.facebook.com/annefrankzentrum

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