Berliner Jugendjury 2018

Die Bewerbungsfrist für 2018 ist beendet.
Wir danken allen Initiativen für ihre tollen Vorschläge!
Am 23.05. wird es spannend und wir freuen uns auf die Beratungen und Entscheidungen der Jugendllichen. :)
Wir und jup! Berlin werden berichten.

GESTALTE BERLIN

Das Leben in Berlin, in den Stadtbezirken ist schön, spannend und bunt. Aber es gibt auch Dinge, die besser laufen könnten und verbessert werden müssten - beim Zusammenleben, in der Freizeit, in der Schule oder in der Politik.
Wir fragen dich: Was willst du ändern? Wo willst du dich einmischen?
Wir wollen, dass deine Ideen und Projekte real werden. Wir unterstützen dich und deine Freund*innen mit Geld und Beratung.

BERLIN BRAUCHT DICH

Du hast das Recht, dich einzumischen - ob bei der Gestaltung von Räumen und Flächen für die Freizeit oder beim Einsatz für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Deine Ideen bereichern die Stadt und die Gesellschaft. Wir sind davon überzeugt, dass du und deine Freund*innen viele kleine und große Pläne habt und diese verwirklichen wollt.
Also: Worauf warten? Starten! Du hast es in der Hand.

WAS IST DIE BERLINER JUGENDJURY?

Bei der Berliner Jugendjury geht es darum, dass Jugendliche die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte konkret umzusetzen. Sie bewerben sich mit ihren Vorschlägen und entscheiden selbst, welche Projekte mit wie viel Geld und Expertenhilfe unterstützt werden sollen.

Jede Jugendgruppe mit mehr als 3 Personen, die einen Projektvorschlag einreicht, ist Teil der Berliner Jugendjury und bestimmt gleichberechtigt mit. Jedes Projekt soll dabei mit 2 Teilnehmer*innen in der Jury vertreten sein.

Projekte, die keine Vertreter*innen in die Berliner Jugendjury delegieren, können bei der Vergabe der Fördermittel nicht berücksichtigt werden.

An einem Tag treffen sich dann alle Jugendliche, die Projektvorschläge eingereicht haben, und entscheiden gemeinsam über die Vergabe der Fördergelder. Die Vergabe der schriftlichen Förderzusagen erfolgen unmittelbar vor Ort.

WER KANN TEILNEHMEN & UM WAS GEHT ES?

Berliner Jugendliche und Jugendintitiativen im Alter von 12 bis 21 Jahren können sich mit ihren Ideen bewerben. Vereine, Schulen oder andere Organisationen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Insgesamt stehen 27.000 € zur Verfügung. Die maximale Fördersumme für ausgewählte Projekte beträgt 3.000 €.

Gesucht werden Projektideen rund um die Themenfelder "Gestaltung von Räumen & Freizeit" oder "Gesellschaft & Politik", die auch im Interesse von Jugendlichen aus anderen Stadtbezirken sind oder in mehreren Bezirken stattfinden. "Kleinere" Projekte, mit eher lokalem Bezug, sollten bei den Bezirklichen Jugendjurys beantragt werden.

Für die Beratung und Unterstützung bei der Durchführung der Projekte können erfahrene Expert*innen vermittelt werden.

WIE FUNKTIONIERT’S?

  • Die Ideen/ Projektvorschläge müssen bis zum 04. Mai 2018 eingereicht werden.
  • Jede*r Teilnehmer*in erhält eine Eingangsbestätigung. Falls dem Projektbüro noch was unklar sein sollte, fragen wir einfach bei Euch nach.
  • Ab dem 07. Mai 2018 erhalten alle Teilnehmer*innen eine Einladung zur Berliner Jugendjury, mit Infos zum Ablauf und den Dingen, die mitgebracht werden sollten.
  • Am 23. Mai 2018, ab 16:00 Uhr, ist dann der große Tag der Berliner Jugendjury und alle eingeladenen Projektgruppen entscheiden miteinander über die Vergabe der Fördermittel.

NOCH FRAGEN?


Bericht von der Berliner Jugendjury 2018

Die Berliner Jugendjury traf sich am 23. Mai zum inzwischen zweiten Mal, um über die Förderung von verschiedenen Projektvorschlägen zu entscheiden. Ideen reichten von einem Musical-Projekt über einen Workout-Park für Jugendliche bis hin zu einem Talentwettbewerb. Die Jury setzte sich dabei aus jeweils zwei Vertreter*innen der Projekte zusammen, die sich für eine Förderung beworben haben.

Gegen 17 Uhr sammelten sich die Bewerber*innen im Jugendclub IKARUS in Mitte, um für ihre Projekte zu werben und so eine Finanzierung zu erlangen. Nachdem sich alle geordnet und orientiert hatten, ging es dann mit leichter Verspätung endlich los!

Von den insgesamt 16 Projektvorschlägen, die sich angemeldet hatten, erschienen 14 Initiativen mit insgesamt 23 Vertreter*innen - diese Anzahl an Teilnehmer*innen war so überraschend groß, dass in dem Konferenzraum zusätzliche Stühle hineingestellt werden mussten. Nachdem auch diese kleine Hürde genommen wurde, ging es dann schließlich weiter mit einem kleinen Auflockerungsspiel, durch das sich die Jugendjurymitglieder besser kennenlernen sollten, um eine angenehmere und entspanntere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Denn darum ging es schließlich auch an diesem Abend – möglichst viele Programmpunkte in sehr kurzer Zeit abzuarbeiten. Unterstützt und geleitet wurden die Jugendlichen von den Moderatorinnen Janine Rittel vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf, Frauke Groner vom Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf sowie Alina Schmitz, Mitglied der Fachjury des Jugend-Demokratiefonds.

Im nächsten Arbeitsschritt wurde gemeinsam analysiert, über welche Verteilungsschlüssel man das Geld vergeben könne. Neben Meldungen wie  „gemeinsamen Konsens finden“, „gleiches Geld für alle Projekte“ gab es ebenfalls den kreativen Vorschlag, das bewilligte Projektgeld einfach zu erhöhen… Leider ließ sich eine solch einfache Lösung nicht bewerkstelligen, weshalb jedes Projektmitglied sich auf einen debattenreichen „Kampf“ um die Fördermittel einstellen musste. Denn von den 14 anwesenden Projektgruppen wurden insgesamt 45.362,40 € beantragt, denen jedoch „nur“ 27.000 € Fördermittel zur Verfügung standen. Nun war es an den Arbeitsgruppen, auszuhandeln, welches Projekt wieviel von der beantragten Summe erhalten sollte. Dafür wurde die große Gruppe in zwei kleinere gegliedert. Es folgten spannende Pitch-Vorträge zu den einzelnen Projekten, wo vorgestellt wurde, welche Zielstellung und Finanzplanung für das jeweilige Projekt vorlag.

Nachdem die Jurymitglieder*innen (und gleichzeitig Antragsteller*innen) jeden Pitch gehört und mit Fragen gelöchert hatten, ging es ans Eingemachte! Es wurde heiß debattiert, abgewogen, argumentiert und verworfen. Nach einigem Hin und Her wurden dann schließlich die Entscheidungen getroffen, die annähernd jeden in diesem Raum zufrieden stimmte.

Folgende Projekte konnten sich über eine Förderzusage freuen und im Anschluss ihren Scheck vom Projektbüro des Jugend-Demokratiefonds in Empfang nehmen:

  • Theaterstück „Belagerungszustand“
    Jugendtheatergruppe DurchgeDrehte Drama, Haus der Jugend Zehlendorf
  • Its me Sommercamp
    Jugendliche des Bundesfreiwilligendienstes in Berlin
  • Workout-Park für Jugendliche
    Initiativgruppe aus Mitte
  • PRIMUN
    Schüler*innen des Primo-Levi-Gymnasiums Pankow
  • Musical-Projekt Siegfried
    Musical AG am Gymnasium Steglitz
  • Talentshow 2018
    Mädchen aus dem Mädchen Kultur-Treff Dünja in Mitte
  • „Kritische Treffen“ goes summercamp
    Initiativgruppe der selbstorganisierten "Villa Freundschaft" in Gesundbrunnen
  • Zinema.berlin
    Kunstinteressierte Schüler*innen aus ganz Berlin
  • 15 Jahre CAMP: CYPHA Party
    Jugendkulturinitiative aus dem Umfeld der Alten Feuerwache in Kreuzberg
  • Sportschiene „Osthof“
    Schüler*inneninitiative der Max Beckmann Oberschule, Reinickendorf
  • Unsere Geschichten – wir lesen vor
    Politische Jugendinitiative aus Kreuzberg
  • Kiezmove Fitness-Drink KFD
    Jugendsportgruppe des SC Kiezmove Friedenau
  • Erweiterung eines Parkourparks
    Initiativgruppe aus dem Umfeld der JFE Schottenburg, Steglitz-Zehlendorf
  • Koch-AG
    Schüler*innen einer Europaschule in Charlottenburg-Wilmersdorf

Bericht von der 1. Berliner Jugendjury 2017

Foto: Abdu BaackIn freundlicher Atmosphäre trafen sich am Mittwoch, dem 24. Mai 2017, 16 engagierte junge Leute im Jugendclub IKARUS, die neun eingereichte Projekte repräsentierten. Weil einem Vertreter eines weiteren Projektes sehr kurzfristig die benötigte Assistenz abgesprungen war, stimmten die Anwesenden zu, dass er über Skype zugeschaltet werden und an den Diskussionen teilnehmen konnte. Vertreter eines weiteren Projektes hatten ihren Antrag zurückgezogen, weil sie ihre Finanzierung anderweitig sichern konnten. Zu einem zwölften Antrag tauchten leider keine Vertreterinnen auf - Ihr wurdet vermisst!

Einige Jugendliche waren zu Beginn der Veranstaltung sichtlich nervös. Der Zuspruch der anderen Gruppen während der Präsentationen hat die Atmosphäre gelockert und alle schienen entspannt. Unterstützt wurden die Jugendlichen von Katharina Homann, ihres Zeichens Organisatorin der bezirklichen Jugendjury Mitte beim Moabiter Ratschlag e.V., Alina Schmitz, langjähriges Mitglied der Förderjury im Jugend-Demokratiefonds Berlin und Nuseyba Abu Zmero sowie Abdu Baack, die beide ein FSJ Kultur im Projektbüro der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin absolvieren.

Einem Gespräch über die Voraussetzungen für eine Förderung folgte eine Vorstellungsrunde der jeweiligen Projekte. Der Austauschprozess zwischen den Teilnehmenden war sehr wertschätzend. Sie waren sehr beeindruckt von den jeweiligen, anderen Projekten. Zwei Gruppen veranschaulichten ihre Präsentationen mit Fotos und musikalischer Gitarrenbegleitung.

Schließlich begaben sich die Teilnehmenden in eine kritisch-konstruktive Diskussion über den tatsächlichen Finanzierungsbedarf der jeweiligen Projekte. Eine Entscheidung gegen die Finanzierung eines anwesenden Projektes schien keine Option zu sein. Die Teilnehmenden sind eher der Frage nach gegangen, wie das Geld gut und fair verteilt werden kann. So kam es zu einigen Verschiebungen, weil die einen Posten abgaben und andere ihre Finanzierungspläne hinterfragten.

Schließlich einigten sich alle auf die Förderung folgender Projekte:

  • Basketball: Oberschulcup und Networkcup in Moabit & Wedding
  • Girls 4 Fifa - Aufbau einer Mädchenfußballgruppe
  • Moabiter Talentshow 2017
  • Musik inklusiv - Musikunterricht für Kinder mit Einschränkungen
  • Projekt Town - Fahrt zum Teambuilding und Kamera für Projektdokus
  • Outdoor-Kicker und Wiedereröffnungsfest Bauspielplatz
  • Bundesaktionstag Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
  • Kampagne: "Engagement braucht Anerkennung"
  • Website-Überarbeitung: Handicap Lexikon
  • Veranstaltung zum Spielplatz-Projekt "Inklusiver Spielplatz"

Abdu Baack hat Eindrücke aus der Jury-Sitzung und von der Übergabe der Zertifikate eingefangen:

 
 

Für die Durchführung der 1. Berliner Jugendjury möchten wir Katharina, Alina, Nuseyba und Abdu herzlich danken - ebenso gilt unser herzlicher Dank für die Unterstützung bei den Vorbereitungen dem Team des Jugendclubs IKARUS und den Kolleg*innen von jup.berlin

Ihr habt die Ausschreibungsfrist der 1. Berliner Jugendjury verpasst? 

Kopf nicht hängen lassen! Zum einen haben noch einige der bezirklichen Jugendjurys ein bisschen Fördergeld für Eure Projekte in petto - die Fristen und verfügbaren Fördermittel sind jedoch von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich - fragt in dem Bezirk nach, in dem Ihr aktiv werden wollt!

Zum zweiten könnt Ihr auch die Idee reifen lassen, denn die erste Ausschreibung im Programmbereich 1 des Jugend-Demokratiefonds Berlin für das Jahr 2018 folgt im Herbst - dort dürfen sich selbstverständlich auch Jugendinitiativen bewerben!

 
 

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INFOS KOMPAKT - Berliner Jugendjury

Was ist das?

Die Berliner Jugendjury ist ein neues Förderformat, bei dem Jugendliche selbst bestimmen, welche ihrer Projekte mit wieviel Geld gefördert werden sollen.

Für wen?

An der Berliner Jugendjury können nur Berliner Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren teilnehmen. Vereine, Schulen oder andere Organisationen und Institutionen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wie geht's?

Zur Teilnahme reicht die Bewerbung mit dem Onlineantrag, Weitere Unterlagen oder eine Zusendung mit der Post sind nicht notwendig.

Wann & wo?

Einsendeschluss ist der 04. Mai 2018. Entschieden wird dann am 23.05. bei einem gemeinsamen Treffen, zu dem alle Bewerber*innen eingeladen werden. Um Geld für die Projekte zu bekommen, müssen diese beiden Termine eingehalten werden!

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