PROGRAMMBEREICH 2

Jugendjurys zur Kinder- und Jugendbeteiligung in den Bezirken

Der Aktionsfonds zur Kinder- und Jugendbeteiligung in den Berliner Bezirken ist im Jahr 2016 erfolgreich in sein viertes Jahr gegangen. Durch diesen erhalten die bezirklichen Koordinierungsstellen Mittel für einen bezirklichen Aktionsfonds, aus dem konkrete Vorhaben der Kinder- und Jugendbeteiligung gefördert werden. Gefördert werden konkrete Vorhaben, Ideen, Projekte und Initiativen von Kindern und Jugendlichen, um dadurch ihr Engagement zu unterstützen und junge Menschen für Beteiligung zu motivieren. Es werden Projekte für selbstverwaltete, selbstorganisierte Kinder- und Jugendinitiativen auch mit Unterstützung von sozialpädagogischen Fachkräften und Vorhaben zum gesellschaftlichem Engagement unterstützt. Bei allen geförderten Projekten stehen dabei die direkte Beteiligung und die Interessen von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt.

Und STARKgemacht geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Nicht nur die Projekte sind Engagement- und Beteiligungsprojekte junger Menschen, auch das Vergabeverfahren ist Teil des partizipativen Prozesses und wird von jungen Menschen mit bestimmt. Der Aktionsfonds wird dabei als Kinder- und Jugendjury organisiert. Diese Methode garantiert die direkte Beteiligung der Kinder und Jugendlichen sowohl an der Entwicklung und Umsetzung der Projekte als auch am Auswahlprozess und der Mittelvergabe. Damit sind die bezirklichen Kinder- und Jugendjurys eine umfassende Methode der Beteiligung auf allen Projektebenen und sie geben den engagierten jungen Menschen weitreichende Mitspracherechte.

Die Kinder- und Jugendjury (in der Regel Vertreter/innen aus den beantragenden Projekten oder ein Gremium von jungen Menschen als Beteiligungsexpert/innen) entscheidet über die Auswahl der Projekte und die Höhe der Mittel. Sie bezieht Kinder und Jugendliche mit möglichst unterschiedlichem sozialem Hintergrund ein und arbeitet nach demokratischen Prinzipien. Ihre Mitglieder - die zwischen 12 und maximal 21 Jahre alt sind - geben sich eine Arbeitsstruktur und legen Kriterien für eine Bewertung der Projekte fest.

Die Entscheidung über die Mittelvergabe aus dem Aktionsfonds wird durch einen vom Jugendamt benannten freien oder öffentlichen Träger, der über ausgeprägte Erfahrungen in der Umsetzung von Beteiligungsverfahren verfügt, passend zu den jeweiligen bezirklichen Voraussetzungen, organisiert und verwaltet. Das Jugendamt unterstützt das Programm organisatorisch und bei der Öffentlichkeitsarbeit mit eigenen Ressourcen.

Die inhaltliche Begleitung für diesen Bereich liegt bei der Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik bei der Stiftung SPI:

Logo Drescheibe

Stiftung SPI
Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Ausnahme & Regel
Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin
Frankfurter Allee 35-37 | Aufgang C | 10247 Berlin
Telefon: 030-49300190



 


Die Bezirke beteiligen sich an Organisation und Durchführung des Programms mit jeweils mindestens 10% der Fördersumme.

Fördervoraussetzungen sind:

  • Die zu fördernden Projekte sind überwiegend durch eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen (bestehend aus mehr als 3 Personen) selbst entwickelt und beantragt.
  • Die Jury entscheidet über die Verteilung der Projektmittel.
  • Die Jury muss sich nach einem transparenten Verfahren im Bezirk gebildet haben, beispielsweise kann sie aus bis zu 2 Delegierten_innen der verschiedenen Projektgruppen bestehen.
  • Die Kinder und Jugendlichen setzen das Projekt eigenständig mit den zur Verfügunggestellten Mitteln um.

Zur Implementerung der  Fördersäule 2  „Jugendjurys“  hat die Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik eine Präsentation erarbeitet.

Der Bericht zum Fachtag „Jugendjury“ (3552 KB) der  Drehscheibe Kinder -­ und Jugendpolitik Berlin,  Stiftung SPI am 04. Dez. 2012 ist hier einzusehen.

 


 


 

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